-
JU-Vorsitzender für geringere Rentenerhöhung zugunsten von Bafög und Elterngeld
-
Papst würdigt Spaniens Einsatz für Frieden und ruft zu Ende "spaltender Debatten" auf
-
Nagelsmann verspricht: Neuer spielt gegen Curacao
-
Nach Karl-Schock: DFB-Elf mit gelungener WM-Generalprobe
-
9,98 Sekunden: Ansah verbessert deutschen Rekord über 100 m
-
Krieg im Nahen Osten: Libanons Armeechef besucht Pakistan
-
WM-Generalprobe mit Sané und Havertz
-
Albanien: Neue Proteste gegen Bauprojekt von Trump-Schwiegersohn in Naturschutzgebiet
-
DFB-Pokal: FC Bayern zum Auftakt in Osnabrück
-
Antonelli rast zur Pole in Monaco - Hamilton Dritter
-
Chwalinskas Märchen beendet: Andrejewa gewinnt French Open
-
Massive Drohnenangriffe auf Russland - Putin empfängt Altkanzler Schröder im Kreml
-
Eine Woche vor US-Match: Stadion-Angestellte stimmen für Streik
-
Vermisster Dreijähriger in Getränkefass gefunden
-
Gesperrte Brücke: Grüne kritisieren Verkehrspolitik der Regierung
-
Papst würdigt Spaniens "Einsatz für Frieden und Solidarität" bei Besuch in Madrid
-
Pistorius begrüßt große Resonanz zu "Tag der Bundeswehr"
-
D-Day-Gedenken: Hegseth verlangt von Europäern Ausbau ihrer Verteidigungsfähigkeiten
-
Charité: Ebola-Patient gesund aus Krankenhaus entlassen
-
Papst würdigt Spaniens "Einsatz für Frieden und Solidarität"
-
Wolf von Altona ist mutmaßlich tot
-
Merz warnt vor AfD-Erfolgen bei Landtagswahlen
-
Angriff auf Reporter im Libanon 2023: AFP verlangt "präzise Antworten" von Israel
-
CDU in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt Landeschef Peters in Amt
-
DM Balve: Werth zum 19. Mal deutsche Meisterin
-
Hamburger CDU-Vorsitzender Thering in Amt bestätigt
-
Iran kritisiert USA: "Diskriminierung höchster Stufe"
-
Frankreichs Ex-First Lady Bernadette Chirac im Alter von 93 Jahren gestorben
-
Wiederansiedlungsprojekt: Przewalski-Pferde aus Berlin in Kasachstan eingetroffen
-
Iran verlangt Freigabe eingefrorener Vermögenswerte für Einigung mit den USA
-
Ferrari-Teamchef Vasseur im Krankenhaus
-
Papst zu einwöchiger Spanienreise in Madrid eingetroffen
-
Analyse: Vier Jahre Bundestag entsprechen bei Altersbezügen 28 Beitragsjahren
-
Warken pocht auf Zahlung von Kindern für Pflegekosten der Eltern
-
Vor Präsidentenstichwahl in Peru: Richter ordnet Prozess gegen linken Kandidaten Sánchez an
-
FC Bayern erwartet Karl zurück: "Alle Unterstützung"
-
Argentinien: Messi vor Rückkehr, HSV-Profi Capaldo vor Debüt
-
Wembanyama "vermasselt": Knicks mit nächstem Sieg in NBA-Finals
-
Kaltstart für Neuer: Nagelsmann bleibt gelassen
-
Müllers märchenhaftes Debüt: "Unglaubliches Gefühl"
-
"Könnte schon wieder spielen": Zverev bereit für Cobolli
-
Karl meldet sich nach WM-Aus: "Tut unbeschreiblich weh"
-
Bericht: Politisch motivierte Kriminalität in Deutschland erreicht Höchststand
-
Trump: Iran hat noch gut 20 Prozent seiner Raketen
-
Explosionen in Kuwait und in Bahrein - USA melden abgefangene iranische Raketen
-
Papst Leo XIV. beginnt einwöchige Spanienreise
-
Fifa-Rückzieher: Fans dürfen nun doch Wasserflaschen mit in WM-Stadien nehmen
-
Kurz vor Börsengang: SpaceX schließt Mega-Deal mit Google
-
EU-Kommission fordert Abbau von Grenzkontrollen in Deutschland und anderen Staaten
-
US-Armee meldet Angriffe auf iranische Radaranlagen und Drohnen
Stark-Watzinger weist Vorwürfe zu Fördergeld-Affäre im Bundestag zurück
In der Fördergeld-Affäre bleibt Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) bei ihrer Darstellung. In Ausschuss- und Regierungsbefragungen am Mittwoch im Bundestag bekräftigte die Ministerin, keine förderrechtliche Prüfung gegen Hochschullehrerinnen- und -lehrer veranlasst zu haben, die sich in einem offenen Brief hinter pro-palästinensische Proteste an Universitäten gestellt hatten.
Stark-Watzinger hatte den offenen Brief vom 8. Mai öffentlich scharf kritisiert. Am 11. Juni machte dann ein Bericht des NDR-Magazins "Panorama" publik, dass innerhalb des Ministeriums eine Prüfung möglicher Konsequenzen, auch in Bezug auf Fördermittel, für die Unterzeichnenden des Briefes veranlasst wurde. Daraufhin forderten tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Rücktritt der Ministerin.
Diese reagierte am 16. Juni, indem sie die Verantwortung für die Prüfung ihrer Forschungsstaatssekretärin Sabine Döring zuwies und deren Versetzung in den einstweiligen Ruhestand ankündigte. Stark-Watzinger betonte zudem, dass ihr die Prüfung erst am 11. Juni infolge des NDR-Berichts "zur Kenntnis gekommen" sei. Mehrere Medien berichteten jedoch weiter, dass innerhalb des Bildungsministeriums auch eine Liste mit Unterzeichnenden des offenen Briefs, die direkt vom Ministerium gefördert werden, erstellt worden sei.
Im Ausschuss für Bildung und Forschung schilderte die FDP-Politikerin am Mittwoch nun drei verschiedene Vorgänge. Staatssekretärin Döring habe am 13. Mai die Fachebene des Ministeriums telefonisch mit "einer juristischen Prüfung" des Briefes beauftragt. Dies habe "als rechtliche und förderrechtliche Prüfung verstanden werden können". Eine Prüfung förderrechtlicher Konsequenzen sei aber von Döring nicht beabsichtigt gewesen und auch nicht weiterverfolgt worden.
"Eine solche Prüfung widerspricht den Prinzipien der Wissenschaftsfreiheit", betonte Stark-Watzinger. Diese sei ein hohes Gut unserer Demokratie und müsse verteidigt werden. Die FDP-Politikerin bekräftigte, von einen möglichen förderrechtlichen Prüfauftrag vor dem NDR-Bericht keine Erkenntnis gehabt zu haben.
Als zweiten Vorgang schilderte Stark-Watzinger eine "rechtliche Einordnung" des offenen Briefes, die sie "für notwendig" gehalten und am 17. Mai beauftragt habe. Diese ergab demnach, dass der Brief der Lehrenden "eindeutig von der Meinungsfreiheit gedeckt" war.
Der dritte Vorgang dreht sich um die Liste mit vom Ministerium geförderten Unterzeichnenden des Briefes. Stark-Watzinger will nach eigener Aussage erst nach entsprechenden Medienberichten davon erfahren haben. Es habe sich um "einen komplett separaten Vorgang" auf der Fachebene gehandelt, betonte sie. Die Liste sei erstellt worden, um "sprechfähig" gegenüber der Presse zu sein - aber "nicht von mir beauftragt". Wer den Auftrag gab, wollte Stark-Watzinger "zum Schutz von Mitarbeitern" auch auf mehrmalige Nachfragen nicht sagen.
Mehrere Parlamentarier übten scharfe Kritik an der Ministerin. Der CDU-Politiker Thomas Jarzombek sprach von einer "sehr aufgewühlten Wissenschaftscommunity" und einem "gravierenden Vertrauensschaden", der entstanden sei. "Was muss noch passieren, dass Sie zurücktreten", wollte der BSW-Abgeordnete Ali Al-Dailami von der Ministerin wissen. Diese sieht "dazu keine Veranlassung", wie sie erneut bekräftigte.
Stark-Watzinger musste sich am Nachmittag auch den Fragen der Abgeordneten im Bundestagsplenum im Zuge einer turnusmäßigen Regierungsbefragung stellen. Dort bekräftigte sie ihre bisherige Position.
Der Präsident des Deutschen Hochschulverbands, Lambert Koch, forderte eine weitere Aufarbeitung. "Das Kapitel Fördergeld-Affäre ist mit der Ausschuss- und Regierungsbefragung von Frau Stark-Watzinger nicht abgeschlossen", sagte er der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). "Vieles von dem, was zuletzt scheibchenweise bekannt wurde, deutet auf schwerwiegende strukturelle und kommunikative Defizite im Umfeld des Bundesbildungsministeriums hin."
F.Mueller--VB