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Napoleons Säbel wird in Paris versteigert
In Frankreich kommt ein Säbel unter den Hammer, der einst Napoleon Bonaparte gehörte. Bei der Versteigerung am 22. Mai in Paris werde die Waffe angeboten, die 1802 oder 1803 zu Napoleons "persönlichem Gebrauch" bestellt worden sei, teilte das Auktionshaus Hôtel Drouot mit. Der Wert des Säbels wird demnach auf 700.000 bis eine Million Euro geschätzt.
Als Napoleon 1804 Kaiser Frankreichs wurde, behielt er den Säbel den Angaben zufolge. Am Ende seiner Herrschaft schenkte er die Waffe schließlich Emmanuel de Grouchy, einem seiner Getreuen, den er zum Maréchal d'Empire erhob. Dessen Nachkommen hoben den Säbel seit 1815 auf, hieß es in der Mitteilung des Auktionshauses. Nun stehe die Waffe erstmals öffentlich zum Verkauf. Ein zweites, identisch aussehendes Exemplar befindet sich in der Eremitage im russischen St. Petersburg.
Gegenstände aus Napoleons Nachlass sind beliebte Auktionsgegenstände. Im Juli vergangenen Jahres wurden zwei Pistolen aus seinem Besitz für 1,69 Millionen Euro versteigert. Im März kam Napoleons Exemplar des Code Civil, des Anfang des 19. Jahrhunderts von ihm eingeführten Gesetzbuchs für Zivilrecht, für 395.000 Euro unter den Hammer.
T.Germann--VB