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Gezähmte Wildsau Rillette darf bei Besitzerin in Frankreich bleiben
Die zahme Wildsau Rillette, deren Schicksal zwischenzeitlich ganz Frankreich bewegte, darf dauerhaft bei ihrer Besitzerin bleiben. Élodie Cappé zeigte sich nach der Entscheidung der Präfektur des Départements Aube erleichtert. "Endgültiger Sieg", schrieb die Französin am Dienstagabend im Onlinedienst Facebook, begleitet von Champagner-Zeichen. Die Präfektur hatte nach längerem Hin und Her entschieden, dass Cappé das hundert Kilo schwere Tier, das ihr als Frischling zugelaufen war, weiter in einem Gehege halten darf.
Das Schicksal von Rillette - die ausgerechnet nach einer Spezialität benannt ist, die unter anderem mit Wildschweinfleisch zubereitet wird - hatte viele Menschen in Frankreich und darüber hinaus bewegt. Zwischenzeitlich hatten die Behörden angeordnet, das Tier in ein Heim zu bringen oder es einschläfern zu lassen.
Cappé hatte das Wildschwein im April 2023 im Alter von etwa einem Monat aufgenommen. Die ausgewachsene Sau, die nun hundert Kilo wiegt und an Kontakt mit Menschen gewöhnt ist, lebt in einem Gehege auf dem Grundstück ihrer Besitzerin, die einen Reitstall leitet. Cappé hatte mehrfach vergeblich versucht, dem gezähmten Wildschwein die notwendigen Papiere zu beschaffen.
Die Präfektur entschied nun, dass Rillette bleiben darf, wenn ihre Besitzerin alle Auflagen erfüllt - unter anderem regelmäßige tierärztliche Kontrollen und ein Kontaktverbot zu anderen Schweinen oder Wildschweinen.
N.Schaad--VB