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Umfrage: Fast ein Drittel klagt über Gesundheitsprobleme nach Zeitumstellung
Fast ein Drittel der Deutschen klagt einer Umfrage zufolge über Gesundheitsprobleme nach der Zeitumstellung. In der am Donnerstag in Hamburg veröffentlichten Befragung der Krankenkasse DAK-Gesundheit gaben 30 Prozent körperliche oder psychische Beschwerden durch den Wechsel von der Winter- zur Sommerzeit an. Das sind fünf Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei einer ähnlichen Erhebung im Herbst lag der Wert sogar bei 33 Prozent.
Rund drei Viertel (74 Prozent) der Befragten halten die Zeitumstellung für überflüssig und würden sie abschaffen. Nur 23 Prozent halten sie für sinnvoll.
Am kommenden Sonntag werden nachts die Uhren von zwei auf drei Uhr vorgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Sommerzeit.
Rund 79 Prozent der Befragten fühlen sich nach dem Wechsel demnach müde und schlapp, 63 Prozent klagen über Einschlafprobleme und Schlafstörungen. 39 Prozent geben Konzentrationsschwierigkeiten an und 32 Prozent fühlen sich gereizt. Zudem berichten zehn Prozent der Befragten über depressive Verstimmungen. Fast ein Fünftel der Berufstätigen (19 Prozent) sagt, aufgrund der Zeitumstellung nicht pünktlich zur Arbeit gekommen zu sein.
Frauen sind mit 39 Prozent besonders betroffen. Das ist ein Anstieg von neun Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr, während nur 20 Prozent der Männer von ähnlichen Problemen berichten. Die Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen zeigt mit 39 Prozent die größten Beschwerden in Verbindung mit der Zeitumstellung. Forsa befragte vom 1. bis 5. März bundesweit rund tausend Menschen.
In der Bundesrepublik Deutschland sowie fast zeitgleich in der DDR wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 als Reaktion auf die Ölkrise eingeführt. Ziel war es, dadurch Energie zu sparen. Doch Energiespareffekte sind laut Analysen kaum nachweisbar.
Eigentlich war die Abschaffung der Zeitumstellung schon längst geplant. Das sah ein Beschluss des Europäischen Parlaments vor. Eine Einigung der EU-Mitgliedsstaaten steht aber bisher aus. Uneinigkeit besteht vor allem darüber, ob nach einer Abschaffung die Normalzeit oder die Sommerzeit gelten soll.
A.Ammann--VB