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Justiz stellt Ermittlungen um geplatztes Riesenaquarium in Berlin ein
Rund zehn Monate nach dem Bersten des Riesenaquariums Aquadom in einem Berliner Hotel hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen unbekannt eingestellt. Die Justiz begründete die Entscheidung am Dienstag mit dem Ergebnis eines Gutachtens, das keine klare Ursache für das Unglück ermitteln konnte. Deshalb gebe es "keine weiteren Ermittlungsansätze hinsichtlich möglicher Verantwortlicher", erklärte die Staatsanwaltschaft.
Das Gutachten wurde Anfang Oktober vorgelegt. Als Schadensursache kommen nach Einschätzung des mit dem Gutachten beauftragten Kunststoffexperten Christian Bonten drei Möglichkeiten ernsthaft in Betracht. Sie haben mit dem Aufbau und der Sanierung der einzelnen Acrylglaselemente des Aquariums zu tun. Es gebe jedoch "keine eindeutigen Belege für eine der möglichen Schadensursachen", resümierte Bonten.
Als "unwahrscheinlich" bewerten die Gutachter sowohl eine Beschädigung des Außenzylinders durch Sabotage oder falsche Reinigungsmittel als auch durch seismische Schwingungen oder durch kalte Winterluft im Atrium. Auch das gegossene Acrylglas selbst zeigte demnach keine Schwächen.
Beim Platzen der rund 16 Meter hohen Wassersäule in einer Hotellobby war Mitte Dezember schlagartig eine Million Liter Wasser ausgelaufen. Das Unglück hinterließ ein Trümmerfeld in der Innenstadt nahe dem Alexanderplatz. Das Hotel sowie zahlreiche Geschäfte und Restaurants wurden beschädigt.
Der Aquadom war bis dahin das weltgrößte freistehende Aquarium mit rund 1500 tropischen Fischen. 660 davon konnten gerettet werden. Die Attraktion wird nicht wieder aufgebaut.
F.Mueller--VB