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KfW-Befragung: Viele deutsche Mittelständler ziehen sich aus US-Geschäft zurück
Für Deutschlands Mittelstand haben die Vereinigten Staaten mit US-Präsident Donald Trump deutlich an Reiz verloren. Viele kleine und mittelgroße Unternehmen zögen sich aus dem US-Geschäft zurück, berichtete die "Welt am Sonntag" mit Verweis auf die Ergebnisse einer Sonderbefragung der staatlichen Förderbank KfW im Rahmen des Mittelstandspanels. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen berichtete darin über negative Auswirkungen der US-Handels-, Wirtschafts- und Außenpolitik auf das eigene Geschäft.
25 Prozent der Unternehmen berichten von "sehr negativen" Folgen, weitere 27 Prozent von "eher negativen" Folgen. 36 Prozent sehen keine Veränderungen. Nur sieben Prozent fühlen sich durch die politischen Entscheidungen seit Trumps erneuter Amtsübernahme im Januar 2025 begünstigt.
Der Anteil der Mittelständler, der überhaupt noch Geschäftsbeziehungen in die Vereinigten Staaten hat, ist innerhalb eines Jahres von 16,4 Prozent im Januar 2025 auf 11,3 Prozent im Januar 2026 gesunken. Im September 2019 lag der Anteil noch bei 18,7 Prozent.
In die KfW-Wertung gingen die Antworten von 1700 mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 500 Millionen Euro ein.
Eine rasche Rückkehr des deutschen Mittelstands auf den US-Markt erwartet KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher nicht. "Die Zurückhaltung deutscher Unternehmen auf dem US-Markt dürfte noch so lange anhalten, bis sie wieder mehr Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik haben", sagte er.
Die aggressive Zollpolitik der US-Regierung der vergangenen Monate habe ihren Teil zu der Skepsis beigetragen, sagte Schumacher. Noch stärker als die höheren Zölle belaste die erneute Unsicherheit über deren künftige Entwicklung die Unternehmen. Im Februar erklärte das oberste US-Gericht einen großen Teil der Zölle für unwirksam, woraufhin Trump eine Übergangslösung ankündigte.
E.Gasser--VB