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Umfrage: 80 Prozent zockten schon bei Glücksspiel
Etwa 80 Prozent der Menschen zwischen 16 und 70 Jahren in Deutschland haben schon einmal bei einem Glücksspiel gezockt. Das ergab eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Forsa-Umfrage für den Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI). Bei 0,37 Prozent der Befragten deutet sich demnach ein problematisches Spielverhalten an, weitere 0,28 Prozent weisen ein pathologisches, also krankhaftes Zocken auf.
Diese Betroffenen haben einen intensiven, kaum kontrollierbaren Drang zum Spielen. Dass Glücksspiele immer vom Zufall abhängig sind, verdrängen sie. Spielsüchtige sind vielmehr davon überzeugt, das Spiel kontrollieren und beeinflussen zu können. Die Folgen sind gravierend: Spielsüchtige verlieren oft nicht nur viel Geld und geraten in einen Schuldenstrudel. Sie vernachlässigen auch Familie, Berufsleben und soziale Kontakte.
Wie die Befragung weiter zeigt, haben 3,82 Prozent zumindest ein auffälliges Spielverhalten. Etwas mehr als acht Prozent der Befragten spielen mindestens zwei- bis dreimal im Monat.
Der Anteil der Männer mit Glücksspielerfahrung ist in den Altersgruppen bis 45 Jahre signifikant höher als bei Frauen. Auch unter Mehrfachspielenden und häufigen Zockern sind Männer öfter vertreten. Rund 95 Prozent der Befragten sind dem Verband zufolge hingegen entweder unproblematische Spielerinnen und Spieler oder zocken gar nicht.
Forsa befragte im Auftrag des VDAI vom 18. Januar bis 23. Mai 2024 telefonisch rund 11.500 Menschen zwischen 16 und 70 Jahren. Bis 2019 wurde der Glücksspielsurvey von der damaligen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veröffentlicht. Nach fünfjähriger Pause führt der VDAI die Bevölkerungsbefragung nun fort.
F.Stadler--VB