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LNG-Schiff macht am Montag am Terminal in Wilhelmshaven fest
Im Hafen von Wilhelmshaven kommt am Montag ein weiteres Spezialschiff zur Umwandlung von flüssigem Gas (LNG) in Erdgas an. Die "Excelsior" solle gegen Mittag einlaufen, teilte am Freitag das Unternehmen Deutsche Energy Terminal (DET) in Düsseldorf mit. Nach einem Testbetrieb sollen über das Schiff in diesem Jahr 1,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas ins deutsche Gasnetz eingespeist werden, laut DET rechnerisch der Verbrauch zum Heizen von rund 1,5 Millionen Vier-Personen-Haushalten im Mehrfamilienhaus.
In den Folgejahren könne die "Excelsior" ihre Kapazität auf bis zu 4,6 Milliarden Kubimeter jährlich erhöhen, teilte das Unternehmen weiter mit. In Wilhelmshaven speist bereits seit Anfang 2023 das Spezialschiff "Hoegh Esperanza" regulär Gas ins Netz ein. Die Schiffe sind sogenannte FSRU - Floating Storage and Regasification Units, auf denen tiefkaltes Flüssiggas angelandet, gespeichert und dann wiederverdampft ins Gasnetz eingespeist werden kann.
Wilhelmshaven leiste mit nun zwei dieser FSRU "einen erheblichen Beitrag für die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa", betonte die DET, ein staatliches Unternehmen.
Deutschland hatte Russlands Angriff auf die Ukraine und der Explosion der Energiepreise den Bau von LNG-Terminals forciert, um unabhängig von russischen Gaslieferungen zu werden. Die DET betreibt inklusive der "Excelsior" vier LNG-Terminals: zwei in Wilhelmshaven, eins in Stade und eins in Brünsbüttel. Das private Unternehmen Deutsche Regas betreibt das umstrittene Terminal auf der Ostseeinsel Rügen.
Die Terminals sind laut Kritik der Deutschen Umwelthilfe wenig ausgelastet, vor allem das auf Rügen. Die DET hatte Anfang April auf diese Kritik erwidert, die Terminals leisteten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und sorgten auch für eine Beruhigung der Preise auf dem Gasmarkt - "unabhängig von der Nutzung, allein durch ihre Existenz".
R.Buehler--VB