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Nach neuen US-Aufschlägen: China verhängt weitere Zölle von 34 Prozent auf US-Waren
Nach neuen US-Zöllen verhängt China ebenfalls weitere Aufschläge in Höhe von 34 Prozent auf Waren aus den USA, die ab dem 10. April greifen sollen. "Für alle aus den USA importierten Güter wird ein zusätzlicher Zoll von 34 Prozent zusätzlich zu dem bereits geltenden Zollsatz erhoben", erklärte das Finanzministerium in Peking am Freitag.
Zudem werden laut chinesischem Handelsministerium Exportkontrollen für sieben Seltene Erden eingeführt. Darunter ist das bei der Magnetresonanztomographie genutzte Gadolinium sowie das in Elektrogeräten verwendete Yttrium. China dominiert bei Seltenen Erden den Weltmarkt.
Wie das Ministerium weiter mitteilte, reichte China überdies Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) gegen die massiven US-Importzölle auf chinesische Waren ein. Der Streitbeilegungsmechanismus der internationalen Organisation mit Sitz in Genf ist allerdings seit Jahren blockiert.
Die Aktienmärkte reagierten umgehend auf die Verkündung der chinesischen Gegenmaßen. Die Frankfurter Börse setzte ihren Abwärtskurs fort und lag gegen 13.30 Uhr 5,61 Prozent im Minus. In Paris sackten die Kurse um 4,66 Prozent ab, in London waren 4,24 Prozent. In Mailand und Madrid wurden seit Handelsbeginn sogar Kursstürze um 7,74 und 6,29 Prozent verzeichnet.
Trump hatte am Mittwochabend neue Zölle gegen China in Höhe von 34 Prozent verhängt, sie sollen am kommenden Mittwoch in Kraft treten. Zusammen mit vorherigen Importgebühren summieren sich die seit Trumps Amtsantritt im Januar gegen China verhängten Zollaufschläge auf 54 Prozent. China ist das Land, mit dem die USA das größte Handelsdefizit haben.
Peking hatte bereits zuvor mit Gegenmaßnahmen auf US-Importaufschläge reagiert und neue Zölle von zehn und 15 Prozent auf eine Reihe landwirtschaftlicher Produkte wie Sojabohnen und Hirse sowie Energieprodukte aus den USA verhängt.
P.Keller--VB