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Märkte in Aufruhr: Tesla-Aktie im Sinkflug - symbolische Unterstützung von Trump
Rezessionsängste wegen des von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelskriegs gegen den Rest der Welt haben die Märkte in Aufruhr versetzt. An der Wall Street in New York befanden sich die Kurse im Sinkflug, insbesondere auch der Wert des E-Autobauers Tesla von Trump-Berater Elon Musk. Als Zeichen der Solidarität mit Musk kündigte der US-Präsident an, einen "brandneuen Tesla" zu kaufen.
Der Tesla-Chef setze "alles aufs Spiel, um unserer Nation zu helfen, und er macht einen fantastischen Job", schrieb Trump am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social. Politische Gegner versuchten jedoch, Musks Autokonzern zu boykottieren, "um Elon und alles, wofür er steht, anzugreifen und zu schädigen". Musk antwortete auf seiner Onlineplattform X und dankte dem US-Staatschef.
Musk ist die treibende Kraft hinter der neuen Regierungsabteilung für staatliche Effizienz (Doge) und soll einen massiven Kosten- und Personalabbau im Staatsapparat umsetzen. Sein radikales Vorgehen stößt aber auf zunehmenden Widerstand. Der Tech-Milliardär sieht sich mit juristischen Hürden und Protesten konfrontiert. Die Tesla-Aktie war am Montag rund 15 Prozent abgestürzt.
Boykottaufrufe gegen Tesla etwa auch in Europa wegen Musks Unterstützung für rechte politische Kräfte wie die AfD spielen dabei eine Rolle. Die Kurse weiterer großer US-Tech-Konzerne wie Alphabet, Amazon, Meta und Nvidia gaben jedoch ebenfalls nach. Anleger verkauften massenweise ihre Titel. Trump hatte sich zuvor zu einer womöglich drohenden Rezession nicht äußern wollen. Hintergrund für die Unsicherheit an den Märkten sind vor allem Trumps Zölle.
Seit seinem Amtsantritt hat der US-Präsident die Zölle auf Importe aus China erhöht und Zölle gegen die US-Freihandelspartner Mexiko und Kanada verhängt. Ab Mittwoch sollen zudem Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Kraft treten, von denen auch die EU betroffen wäre. Trump hat zahlreiche weitere Aufschläge angedroht.
Auch an den europäischen Börsen in London, Paris oder Frankfurt waren die Kurse am Montag gesunken, wenn auch weniger stark. Dienstagmorgen waren die Kurse in Europa dann wieder leicht im Aufwind. Immer mehr Analysten würden empfehlen, "die Portfolios von US-Aktien auf europäische Unternehmen umzuschichten", erklärte der Börsenexperte Andreas Lipkow.
Allerdings trübt auch die politische Debatte in Deutschland die Stimmung an den Märkten: Die Einigung auf ein Finanzpaket für die Infrastruktur von Union und SPD hatte Hoffnungen geweckt. Diese wurden durch die Weigerung der Grünen, der dafür nötigen Grundgesetzänderung zuzustimmen, wieder gedämpft. "Wird der Pragmatismus siegen oder kommt es in Berlin zu einer fiskalischen und politischen Kraftprobe? Das Ergebnis könnte den wirtschaftlichen Kurs Deutschlands und Europas verändern", erklärte John Plassard von der Schweizer Investmentbank Mirabaud.
K.Sutter--VB