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Tarifverhandlungen bei der Bahn: EVG fordert 7,6 Prozent mehr Lohn
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert in den anstehenden Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn eine Lohnerhöhung um 7,6 Prozent. Wer Schichtarbeit leistet, soll weitere 2,6 Prozent mehr Lohn erhalten, wie die Ko-Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, Cosima Ingenschay, am Donnerstag sagte. Gewerkschaftsmitglieder sollen zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro netto erhalten.
Die EVG hatte sich mit der DB auf vorgezogene Tarifverhandlungen verständigt. Eine erste Verhandlungsrunde ist für kommenden Dienstag in Berlin geplant. Ingenschay verwies auf die aktuell schwierige wirtschaftliche, aber auch die politische Situation: Aus der möglicherweise bald regierenden Union kämen Ruf nach einer Zerschlagung der Bahn und weniger Geld für die Schiene. Deshalb solle früh verhandelt werden, um "für die Kolleginnen und Kollegen eine Planungssicherheit zu erreichen".
"Ob das jetzt funktionieren wird, dass wir zügig durchkommen, bis zur Bundestagswahl", hänge nun vor allem am Arbeitgeber, sagte die Gewerkschafterin. Es brauche zunächst ein verhandelbares Angebot. "Sollte das nicht der Fall sein, sind wir natürlich auf alle weiteren Szenarien vorbereitet." In den vergangenen Tarifrunden hatte die EVG wiederholt teils mehrere Tage lang gestreikt.
U.Maertens--VB