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Argentinischer Präsident Milei verteidigt Musks Hitlergruß-ähnliche Geste
Der rechtsgerichtete argentinische Präsident Javier Milei hat die einem Hitlergruß ähnelnde Geste von US-Tech-Milliardär Elon Musk verteidigt und in dem Zusammenhang eine "woke Ideologie" angeprangert. Sein "lieber Freund Musk" sei zu Unrecht für eine "unschuldige Geste" verunglimpft worden, die nur dessen Dankbarkeit gegenüber den Menschen zum Ausdruck bringen sollte, sagte Milei am Donnerstag in einer Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Musk hatte am Montag bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump vor dessen Anhängern gesprochen und dabei mehrfach eine Geste gemacht, die an einen Hitlergruß erinnerte. Er selbst hatte die anschließende Aufregung darum als unbegründet zurückgewiesen, in rechten Onlinenetzwerken wurde er dagegen dafür gefeiert.
Milei bezeichnete vor den hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik in Davos nun das internationale Treffen in dem Schweizer Skiort selbst als Ort für die Verbreitung eines solchen "Wokismus". Das "mentale Virus der Woke-Ideologie" sei "die große Epidemie unserer Zeit", die geheilt werden müsse, sagte er. "Es ist das Krebsgeschwür, das weg muss."
Mit dem Begriff "woke", der ursprünglich ein waches Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeit und Rassismus bezeichnet, werden im rechten und rechtsextremen Lager abwertend Positionen bezeichnet, die als überempfindlich, dogmatisch oder als deutlich zu liberal aufgefasst werden.
H.Kuenzler--VB