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Zinssenkung der Europäischen Zentralbank lässt ZEW-Konjunkturerwartungen steigen
Die für Februar angekündigten Neuwahlen und die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und Finanzexperten in Deutschland steigen lassen. Der Index des Leibniz Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg verglichen mit November um 8,3 Punkte auf 15,7 Punkte im Dezember, wie das Institut in Mannheim am Dienstag mitteilte. Die aktuelle Lage indes verschlechterte sich etwas.
"Die vorgezogenen Neuwahlen in Deutschland mit der damit einhergehenden Erwartung auf eine investitionsfreundliche Wirtschaftspolitik" sorgten für einen verbesserten wirtschaftlichen Ausblick, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Expertinnen und Experten erwarten demnach weitere Zinssenkungen im neuen Jahr. Die zuletzt wieder ansteigende Inflation im Euroraum indes bewerteten sie als "temporäres Phänomen".
Der Index für die aktuelle Lage verschlechterte sich dennoch leicht und fiel um 1,7 Punkte auf minus 93,1 Punkte. Die Einschätzung für die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone entwickelte sich ähnlich. Auch hier verbesserten sich die Erwartungen der Expertinnen und Experten, während die Beurteilung der aktuellen Lage schlechter ausfiel.
Das ZEW fragt für den Index monatlich Expertinnen und Experten von Banken, Versicherungskonzernen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten, die Aufschluss über die weitere Konjunkturentwicklung geben. Dazu gehören Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkurse und der Ölpreis. Der ZEW-Index gilt als wichtiger Indikator für die künftige ökonomische Entwicklung Deutschlands.
An der aktuellen Umfrage vom 9. bis zum 16. Dezember beteiligten sich laut ZEW 160 Analystinnen und Analysten sowie institutionelle Anlegerinnen und Anleger.
L.Stucki--VB