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SpaceX-Besatzung auf ISS angekommen - Rückholaktion für gestrandete Astronauten
Die zweiköpfige Besatzung einer SpaceX-Raumkapsel zur Rückholung zweier Astronauten ist auf der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Die Dragon-Kapsel mit dem US-Astronauten Nick Hague und dem russischen Kosmonauten Alexander Gorbunow dockte am Sonntagabend an der ISS an. Die beiden freien Plätze in dem Raumschiff sind für den US-Astronauten Butch Wilmore und seine Kollegin Suni Williams reserviert, die seit Juni auf der ISS ausharren und im Februar mit Hague und Gorbunow zur Erde zurückkehren sollen.
Die Falcon-9-Rakete mit den beiden Raumfahrern der Crew-9 von SpaceX war am Samstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ins All gestartet. Nach Abschluss des Andockmanövers am späten Sonntagabend gingen Hague und Gorbunow an Bord der Raumstation und umarmten in der Schwerelosigkeit ihre Kollegen.
"Ich möchte unsere neuen Kameraden von 'Dragon Freedom' willkommen heißen", sagte Stationskommandantin Williams, wie in einer Live-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen war. "Alex, willkommen auf der Internationalen Raumstation, und Nick, willkommen zu Hause." Der US-Astronaut Nick Hague war 2019 erstmals zur ISS geflogen.
Wilmore und Williams hatten am 6. Juni mit einer Starliner-Raumkapsel des US-Luftfahrtkonzerns Boeing die ISS erreicht und sollten mit derselben Kapsel eigentlich schon acht Tage später wieder die Rückreise antreten. Es war der erste bemannte Flug der Raumkapsel, deren Inbetriebnahme sich über Jahre wegen technischer Schwierigkeiten verzögert hatte.
Beim Andocken an der ISS traten jedoch Probleme an den Schubdüsen der Kapsel auf, die zum präzisen Manövrieren gebraucht werden. Außerdem wurden vor dem Start und während des Flugs Helium-Lecks entdeckt.
Der Boeing-Konzern versuchte zwar, die Nasa von der Sicherheit der Kapsel zu überzeugen. Die US-Raumfahrtbehörde entschied jedoch, die beiden Astronauten mit der Dragon-Raumkapsel von SpaceX zur Erde zurückbringen zu lassen - allerdings erst im Februar 2025. Wilmore und Williams müssen somit acht Monate länger im All bleiben als eigentlich geplant. Hague und Gorbunow werden etwa fünf Monate im All bleiben und etwa 200 wissenschaftliche Experimente vornehmen.
Im Gegensatz zu Boeing befördert die vom Tech-Multimilliardär Elon Musk gegründete Raumfahrtfirma SpaceX bereits seit 2020 erfolgreich Astronauten zur ISS und zurück.
F.Fehr--VB