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Chinesischer E-Auto-Hersteller BYD eröffnet Werk in Thailand
Der weltweit größte Hersteller von Elektroautos, BYD aus China, hat am Donnerstag ein weiteres Werk eröffnet. In der Fabrik in der Nähe der thailändischen Hauptstadt Bangkok könnten jährlich bis zu 150.000 Pkw gebaut werden, teilte BYD mit. Konzernchef Wang Chuanfu sagte bei der Werkseröffnung, zunächst sollten dort rein elektrische Autos gebaut werden, später dann auch Plug-in-Hybride.
BYD ist seit Ende des vergangenen Jahres der weltweit größte Hersteller von Elektroautos. Das Unternehmen aus dem südchinesischen Shenzhen wurde 1995 gegründet, produzierte zunächst Batterien und stieg 2003 in die Produktion von Autos ein. Heute ist das Unternehmen spezialisiert auf Hybrid- und E-Autos.
Den chinesischen Markt hat BYD bereits erobert, Südostasien, Südamerika und Europa sollen folgen. Erste Pläne für eine Fabrik in Ungarn gibt es, auch mit der italienischen Regierung gab es zu Beginn des Jahres Gespräche über ein mögliches Werk. BYD wirbt derzeit bei der Fußball-Europameisterschaft für seine Autos und hat den Sponsor VW abgelöst.
Die EU-Kommission verhängte am Donnerstag einen zusätzlichen Einfuhrzoll für in China produzierte Autos von BYD. Er beträgt 17,4 Prozent, zusätzlich zu den bereits geltenden zehn Prozent. Bis Anfang November will Brüssel entscheiden, ob der Strafzoll tatsächlich für fünf Jahre gelten wird. Die USA haben sogar Strafzölle von 100 Prozent auf chinesische E-Autos verhängt.
BYD machte im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 30 Milliarden Yuan (knapp 3,8 Milliarden Euro). Im April setzte das Unternehmen seine Umsatzerwartung für das laufende Jahr aber herunter. In China tobt ein heftiger Wettbewerb zwischen mehr als hundert Herstellern und ein entsprechend heftiger Preiskampf.
A.Zbinden--VB