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Pünktlichkeitsquote für Fernzüge der Bahn im Juni auf 52,5 Prozent abgestürzt
Die Pünktlichkeitsquote für Fernzüge der Deutschen Bahn ist im Juni abgestürzt: Die Zahl der pünktlichen Züge fiel im vergangenen Monat auf nur noch 52,5 Prozent, wie die "Bild"-Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf Konzernkreise berichtet. Im Mai hatten noch 63,1 Prozent der Fernzüge pünktlich ihr Ziel erreicht. Als pünktlich gelten Fernzüge, wenn sie maximal fünf Minuten Verspätung haben.
Die Bahn verwies auf Anfrage darauf, dass ihre offizielle Pünktlichkeitsstatistik erst in der Mitte des Folgemonats veröffentlicht werde. Jedoch sei bereits klar, dass die Extremwetterlage in der ersten Juni-Hälfte der Bahn einen "massiven Pünktlichkeits-Dämpfer verpasst" habe. Die Flutschäden in gleich mehreren Regionen Deutschlands hätten dem Unternehmen in dem Monat 15 Prozentpunkte Pünktlichkeit gekostet, erklärte eine Bahnsprecherin.
Demnach verzeichnete die Bahn im Juni die höchste bisher gemessene Anzahl an unwetterbedingten Verspätungen im Fernverkehr. Über 400 Fernzüge seien im Schnitt pro Tag von externen Einflüssen wie Hangrutschen, Überflutungen und Dammschäden betroffen gewesen. Das liege "mehr als 100 Prozent über den Normalwerten", führte die Sprecherin aus.
Der Chef des Fahrgastverbands Pro Bahn, Detlef Neuß, sagte der "Bild", das Bahnsystem sei "marode" und die Infrastruktur jahrzehntelang auf Verschleiß gefahren worden. Die niedrige Pünktlichkeitsrate liegt demnach auch an vielen Baustellen auf der Strecke. Hinzu kämen ungeplante Maßnahmen bei Weichen- oder Signalstörungen.
F.Wagner--VB