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Zwei Mitarbeitende verlassen Adidas China nach Korruptionsvorwürfen
Nach einem Korruptionsverdacht beim Sportartikelhersteller Adidas haben zwei Mitarbeitende in China das Unternehmen aus Herzogenaurach verlassen. Wie Adidas am Mittwoch mitteilte, gibt es Hinweise dafür, dass ein Mitarbeiter "in der Interaktion mit lokalen Zulieferern gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens verstoßen hat". Ein weiterer Beschäftigter habe nicht die Erwartungen an Führungsverhalten erfüllt. Die Untersuchungen dauerten demnach an.
Adidas hatte nach eigenen Angaben am 7. Juni einen anonymen Brief erhalten, der auf mögliche Bedenken beim Führungsverhalten und Compliance-Verstöße in China hingewiesen hatte. Diese Vorwürfe untersuche das Unternehmen auch mit Hilfe unabhängiger, externer Berater.
Nach einem Bericht der "Financial Times" wird in dem Brief unter anderem eine Führungskraft beschuldigt, die für das Marketingbudget von Adidas in China verantwortlich ist. Dieses beläuft sich nach eigenen Angaben auf 250 Millionen Euro pro Jahr. Ein anderer Manager soll der Zeitung zufolge Millionen Euro in bar und weitere Sachwerte wie Immobilien von Lieferanten erhalten haben. Der Zeitung zufolge soll der Brief von "Mitarbeitenden von Adidas China" verfasst worden sein.
China gilt als Schlüsselmarkt für Adidas. Die Corona-Pandemie und anhaltenden Lockdowns hatten dem Geschäft in der Volksrepublik jedoch stark zugesetzt. Zuletzt hatte sich der Umsatz jedoch wieder erholt und war vergangenes Jahr um acht Prozent gewachsen. Für das laufende Jahr erwartet Adidas ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich.
H.Gerber--VB