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London sanktioniert Moskauer Börse
Nach den USA hat auch Großbritannien die Moskauer Börse und eine Reihe weiterer Ziele wegen des Ukraine-Kriegs mit weiteren Sanktionen belegt. Der wirtschaftliche Druck auf das Land werde damit noch einmal erhöht, um Russlands davon abzuhalten, "seine Kriegsmaschinerie zu finanzieren", zitierte das britische Außenministerium am Donnerstag in einer Erklärung Premierminister Rishi Sunak.
Es sei wichtig, dem russischen Staatschef Wladimir Putin die Wege zur "Finanzierung eines langen Konflikts abzuschneiden", hieß es weiter. Betroffen sind demnach auch die Börse in St. Petersburg, Gesellschaften, die Finanztransaktionen erleichtern sowie solche, die im Flüssigerdgassektor und in der Munitionsproduktion aktiv sind.
Außerdem wurden mehrere Schiffe sanktioniert, die zur sogenannten russischen "Geisterflotte" gehören sollen, mit der Russland westliche Sanktionen umgeht. Die Schiffe transportieren Öl oder Waffen. Die Tanker sind häufig veraltet, fahren ohne Radar und ohne Versicherung.
Die USA hatten bereits am Mittwoch wegen des Ukraine-Kriegs weitere Sanktionen gegen 300 Banken, Netzwerke und weitere Ziele in Russland sowie anderen Ländern erlassen - darunter war auch die Börse in Moskau. Dadurch sollen Transaktionen in Milliardenhöhe verkompliziert werden.
Die Börse in Moskau kündigte umgehend an, als Reaktion auf diese "aggressive Handlung" den Handel mit Dollar und Euro einzustellen. Am Donnerstag fanden dann auch keine Transaktionen an dem Finanzplatz statt. Die Notenbank des Landes und der Kreml versuchten, die Gemüter zu beruhigen, denn in wirtschaftlichen Krisenzeiten sind ausländische Devisen attraktiv und gelten als stabil. Die Finanzstabilität sei weiterhin gegeben, in ausländischen Währungen gehaltene Fonds seien sicher, erklärten der Kreml und die Notenbank.
R.Braegger--VB