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Studie: Firmengründungen spielen beim Beschäftigungswachstum nur kleine Rolle
Neugründungen von Unternehmen haben einer Studie zufolge nur einen untergeordneten Einfluss auf das Beschäftigungswachstum in Deutschland. Wie aus der am Donnerstag vorgestellten Untersuchung der Dresdner Niederlassung des Münchner Ifo Instituts hervorgeht, ist der deutlich größere Teil auf Expansionen bereits bestehender Firmen zurückzuführen. Die Zahl der Beschäftigten wächst demnach in kreisfreien Großstädten etwas schneller als in ländlichen oder städtischen Kreisen.
Nach Ansicht des Instituts ist die staatliche Unterstützung bestehender Betriebe daher "die bessere Möglichkeit, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen". "Gründungsförderung ist zwar auch sinnvoll, schafft aber eher Innovationen als Arbeitsplätze", erklärte Forscher Niels Gillmann.
In kreisfreien Großstädten wurden der Studie zufolge zwischen 2000 und 2016 im jährlichen Durchschnitt 7,1 Prozent mehr Stellen durch Expansionen geschaffen als im jeweiligen Vorjahr. Durch Gründungen wurden hingegen nur jeweils 2,1 Prozent mehr Arbeitsplätze beschaffen. Weil aber gleichzeitig Firmen den Markt wieder verließen oder Beschäftigten kündigten, lag das Nettowachstum bei den Großstädten bei 1,0 Prozent.
Auch die Daten für die städtischen und die ländlichen Kreise zeigten einen größeren Einfluss von Firmenexpansionen als von Neugründungen. Das Nettowachstum lag geringfügig unter den Werten der Großstädte.
Die Forschenden untersuchten das Beschäftigungswachstum in Deutschland mithilfe des Betriebs-Historik-Panels des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Dabei wurden die Schaffung und der Abbau von Arbeitsplätzen unterteilt in Neugründungen und Wachstum sowie Schließungen und Schrumpfung von Betrieben.
P.Staeheli--VB