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Sechs von 16 betroffenen Galeria-Filialen müssen doch nicht schließen
Die Zahl der im Zuge des Insolvenzverfahrens und des Einstiegs eines neuen Investors bei der Kaufhauskette Galeria zu schließenden Filialen hat sich auf zehn reduziert. Wie das Unternehmen mit Sitz in Essen am Freitag mitteilte, können 82 der 92 Filialen weitergeführt werden. Ursprünglich waren 16 Filialen von der Schließung bedroht.
"Ich freue mich, dass wir bei weiteren sechs Filialen auf Grundlage von nachträglichen Angeboten der Vermieter zu wirtschaftlich tragfähigen Lösungen gekommen sind", erklärte Galeria-Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus. "Leider ist dies bei den anderen Standorten, die geschlossen werden, aus wirtschaftlichen Gründen nicht der Fall."
Die sechs Filialen sind die in Berlin-Spandau, in Köln auf der Breite Straße sowie in Mainz, Mannheim, Oldenburg und Würzburg. Geschlossen werden hingegen die Filialen in Augsburg, Berlin-Ringcenter, Berlin-Tempelhof, Chemnitz, Essen, Leonberg, Potsdam, Regensburg (Neupfarrplatz), Trier (Fleischstraße) und Wesel.
Der Ende Mai von den Gläubigern abgesegnete Insolvenzplan ging von rund 1400 Jobverlusten aus, davon 450 in der Essener Zentrale, die künftig nach Düsseldorf umziehen soll. Nach Angaben von Galeria sichert die nun nicht mehr nötige Schließung der sechs weiteren Filialen rund 500 weitere Arbeitsplätzen. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen bislang 12.800 Menschen.
Galeria Karstadt Kaufhof hatte im Januar zum bereits dritten Mal innerhalb weniger Jahre einen Insolvenzantrag eingereicht. Die Kaufhauskette war im Zuge der Insolvenz des österreichischen Mutterkonzerns Signa in Schwierigkeiten geraten. Im April teilte der Konzern mit, dass ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners und der Beteiligungsfirma BB Kapital SA des 73-jährigen Unternehmers Bernd Beetz Galeria übernimmt. Das Insolvenzverfahren soll bis Ende Juli abgeschlossen sein.
C.Koch--VB