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Chinas Exporte im Mai stark gestiegen - Importe legen allerdings nur langsam zu
Chinas Exportwirtschaft hat im Mai einen unerwarteten Satz nach vorne gemacht. Die Ausfuhren legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,6 Prozent zu, wie der Zoll in Peking am Freitag mitteilte. Experten waren von weniger als sechs Prozent Anstieg ausgegangen. Allerdings legten die Importe nur langsam zu - Zeichen einer weiterhin sehr uneinheitlichen Erholung der chinesischen Wirtschaft von der Corona-Pandemie.
Die Exporte sind seit jeher ein wichtiger Wirtschaftsmotor Chinas, ihre Entwicklung wirkt sich direkt auf die Beschäftigung in tausenden von Unternehmen aus. Die jüngsten Zahlen bedeuten den zweiten Wachstumsmonat in Folge, nachdem im März ein punktueller Rückgang um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet worden war.
Die Importe stiegen im Mai um 1,8 Prozent. Im April waren es noch 8,4 Prozent gewesen. Diese Verlangsamung deutet auf eine weiterhin schwache Binnennachfrage hin. Der Exportüberschuss des Landes erhöhte sich auf 82,6 Milliarden Dollar.
Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas nach dem Ende der strengen Corona-Einschränkungen ab Ende 2022 verlief bislang deutlich holpriger als erhofft. Die Schuldenkrise des Immobiliensektors und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit drücken auf die Stimmung der Verbraucher.
Auch die geopolitischen Spannungen mit den USA wirken sich negativ aus. Der Handel zwischen China und der größten Volkswirtschaft der Welt sank um 1,4 Prozent. Das Handelsvolumen mit Russland legte weiter zu, allerdings gingen dabei die chinesischen Exporte erstmals seit 2020 zurück.
B.Wyler--VB