-
Umfrage: 17 Prozent der Deutschen beantragten Verwaltungsleistung online
-
Schülerproteste in Frankreich: Neuer Aktionstag mit Demonstrationen
-
Nach Schuldspruch wegen Mords an Tupac Shakur: Verkündung des Strafmaßes für Bandenchef
-
Bis 2029: BVB verlängert Vertrag mit Kovac
-
Mögliche Drohne stört vorübergehend Flugbetrieb an Nürnberger Flughafen
-
Hohe Energiepreise: Inflation im September so hoch wie seit Ende 2023 nicht mehr
-
Milliarden-Einsparungen geplant: Frankreichs Parlament beginnt Haushaltsdebatte
-
Wadephul sichert Ukraine vor Sicherheitsforum in Warschau Unterstützung zu
-
Vorteile für Unternehmenserben: Bundesverfassungsgericht prüft Erbschaftsteuer
-
Produktion von Lebkuchen in Deutschland deutlich gesunken
-
Urteil: Kein Schadenersatz für Hotelgast nach Verletzung durch Silvesterfeuerwerk
-
Weniger Sterbefälle in drittem Quartal - Vorübergehender Anstieg in heißen Wochen
-
Tödliche Polizeischüsse auf Bewaffneten in Tuttlingen: Pistole war nicht echt
-
Regierungschef will Liveübertragung von US-Hinrichtung in Australien verhindern
-
Feuerwerk um 1.15 Uhr: Bayern-Nachtruhe gestört
-
Hohe Energiepreise: Inflation steigt im September auf Höchststand seit Ende 2023
-
Rente: CDU erwartet von neuem Minister Schweitzer Festhalten an Koalitionsbeschlüssen
-
Brennender Transporter: Zwei Tote bei Verkehrsunfall in Nordrhein-Westfalen
-
Bas-Rücktritt: SPD-Generalsekretär Klüssendorf sieht Koalition nicht gefährdet
-
Nordrhein-Westfalen: Drei Tote und fünf Verletzte bei Wohnhausbrand in Bochum
-
Umfrage: Passendes Auto macht glücklicher als teures
-
Sturm nach Pucktreffer am Kopf ins Krankenhaus eingeliefert
-
US-Schauspielerin Selma Blair nach Vorfall auf Flug festgenommen
-
Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko
-
Bills gewinnen wilden Schlagabtausch bei den Rams
-
Neue Sprinterzüge und weiter viele Baustellen: Neuer DB-Fahrplan ab Mittwoch buchbar
-
Stützle trifft und legt auf: Ottawa schlägt die Devils
-
FC Bayern: "Jonas muss nicht werden wie Manu"
-
IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland und warnt vor "zweigeteiltem" Ausblick für Welt
-
Nach Rennunfall: BGH prüft Versicherungsschutz von Motorradfahrer
-
Strafmaß in Prozess um Mord an Rapper Tupac Shakur wird verkündet
-
Spaniens König Felipe VI. besucht Exklave Ceuta in Nordafrika
-
Wadephul nimmt an internationalem Sicherheitsforum in Warschau teil
-
Bundesverfassungsgericht verhandelt über Privilegien von Firmenerben
-
IWF hebt Wirtschaftsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent an
-
"Breaking Bad"-Schauspieler RJ Mitte im Alter von 34 Jahren gestorben
-
Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen
-
Gericht gestattet Flávio Bolsonaro Besuch seines inhaftierten Vaters wieder
-
Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt
-
Ukraine-Krieg: Merz telefoniert mit Selenskyj
-
Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran
-
Oberstes Gericht bestätigt Aussetzung von Wahlrecht für bestimmte Auslands-Spanier
-
Neuer angeschlagen: Bayern in Stavanger mit Urbig im Tor
-
London: Teheran "fast sicher" für Vorfall an Luftwaffenstützpunkt verantwortlich
-
Becker adelt Zverev: "Nummer eins wird man nicht zufällig"
-
EU und Großbritannien planen Gipfeltreffen für den 20. November
-
Stromsteuer-Senkung und klare Worte zur AfD: CDU will sich aus Krise arbeiten
-
Nato-Kommandeur warnt Russland: Jeder Angriff auf das Bündnis wäre "sinnlos"
-
Bayern will Erbschaftsteuer selbst festsetzen: Karlsruhe verhandelt über Klage
-
Haus von prominenter Trump-Kritikerin Ilhan Omar durchsucht
Bauernproteste: Scholz meidet öffentlichen Auftritt - Ampel-Fraktionen laden zu Gespräch
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der massiven Proteste von Landwirten mit Vertretern der Branche gesprochen. Einen Aufritt bei einer Kundgebung des brandenburgischen Landesbauernverbands in Cottbus am Donnerstag vermied er jedoch. Die Vorsitzenden der Ampel-Fraktionen luden Bauernvertreter für Montag zum Gespräch in den Bundestag.
Scholz war wegen der Eröffnungsfeier eines neuen Werks der Deutschen Bahn nach Cottbus gereist. Der Landesbauernverband hatte am selben Tag im Großraum der Stadt zu Protestaktionen mit Traktor-Konvois und einer Kundgebung aufgerufen und den Kanzler eingeladen. Scholz habe sich immerhin die die Zeit genommen, mit ihm zu sprechen, sagte Verbandspräsident Henrik Wendorff auf der Veranstaltung.
Die Protestierenden quittierten dies mit Ausrufen wie "Ja, wo ist er denn?". Auch das Wort "Feigling" fiel wiederholt. Wendorff begrüßte, dass Scholz einen Dialog begonnen habe, "den wir schon lange, lange erwartet haben". Das dies nötig sei, sei seitens der Politik leider "viel zu spät erkannt worden". Er habe dem Kanzler auch klar gemacht, dass nur reden nicht ausreiche.
Der Zorn vieler Bauern richtet sich unvermindert gegen die Sparpläne der Bundesregierung, die Mitte Dezember im Zuge ihrer Haushaltseinigung unter anderem einen Wegfall der Kfz-Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Maschinen angekündigt hatte. Zwar ist diese Subventionskürzung inzwischen wieder vom Tisch - weiterhin geplant ist aber eine schrittweise Abschaffung der Steuerbegünstigung beim Agrardiesel.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat deshalb zu einer Protestwoche aufgerufen, die am Montag begonnen hatte. Mit Trecker-Konvois und Blockadeaktionen machen Landwirtinnen und Landwirte seitdem ihrem Unmut Luft. Am Donnerstag gab es größere Trecker-Demonstrationen etwa in Münster, Cuxhaven und Kiel. In Mecklenburg-Vorpommern blockierten Landwirte erneut mehrere Autobahnauffahrten. "Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich erneut auf erhebliche Verkehrseinschränkungen einstellen und sollten dies für ihre Planungen berücksichtigen", erklärte Landesinnenminister Christian Pegel (SPD).
Am kommenden Montag ist eine Großdemonstration in Berlin geplant. Mehrere Branchen wie die Fischerei und der Transportbereich haben sich angeschlossen. Auch der Gaststättenverband Dehoga ist dabei. "Gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband setzen wir uns dafür ein, dass regional erzeugte Lebensmittel wie auch das Essen in der Gastronomie bezahlbar bleiben müssen", erklärte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Die Gastwirte kritisieren vor allem die Anhebung der Mehrwertsteuer auf Speisen.
Die Fraktionsvorsitzenden der Ampel-Parteien, Rolf Mützenich (SPD), Britta Haßelmann (Grüne) und Christian Dürr (FDP), luden die Vorstände landwirtschaftlicher Verbände für Montag zu einem Treffen im Bundestag ein. In ihrem Einladungsschreiben verteidigen sie die Haushaltseinigung. Die ursprünglichen Vorschläge hätten die Landwirtinnen und Landwirte "erheblich" belastet, dies sei geändert worden. Aber bei den derzeitigen Protesten werde auch deutlich, dass es den Landwirten "nicht nur um finanzielle Belastungen geht, sondern auch um fehlende Planungssicherheit und wirtschaftliche Perspektiven".
Die Klimaökonomin Claudia Kemfert äußerte zwar Verständnis für die Proteste der Bauern, weil die Subventionskürzungen sehr kurzfristig beschlossen worden seien. Dennoch forderte sie, die Bundesregierung dürfe "sich nicht erpressen lassen". Es sei richtig, Subventionen für fossile Kraftstoffe abzubauen. "Wir brauchen grundsätzlich Anreize, den Verbrauch von klimaschädlichen Kraftstoffen zu reduzieren", sagte sie dem MDR.
H.Gerber--VB