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Scholz bei BMW: Deutschland muss Industrieland bleiben
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat beim Besuch einer Autofabrik in München die Bedeutung Deutschlands als Industriestandort unterstrichen. Firmen wie BMW trügen dazu bei, "dass Deutschland genau das bleibt, was es ist: Industrieland", sagte er. "Das ist aus meiner Sicht auch die große Aufgabe, die sich hinter dem merkwürdigen Wort 'Transformation' verbirgt: dass wir es schaffen, Industrieland zu bleiben, wirtschaftlich vorne dabei zu sein, mit modernster Technologie, und gleichzeitig das Klima zu schützen."
Das BMW-Werk mit seiner über 100-jährigen Geschichte zeuge von der technologischen Entwicklung: von Verbrennern über Hybridfahrzeuge hin zu batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugen, sagte Scholz weiter. Er sei zuversichtlich, dass die Veränderung gelingen werde.
Die Debatte über Deutschlands Zukunft als Industriestandort hatte mit den Beratungen über einen subventionieren Industriestrompreis in den vergangenen Monaten an Fahrt aufgenommen. Insbesondere Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) trat dafür ein, Unternehmen aus energieintensiven Branchen mit staatlichen Hilfen in Deutschland zu halten - zumindest bis durch den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien der Strompreis auf natürliche Weise niedrig bleibe.
Unter anderem das wirtschaftspolitische Beratergremium der Bundesregierung, die sogenannten Wirtschaftsweisen, lehnen dieses Vorgehen hingegen ab und plädieren dafür, die Abwanderung unrentabler Industriezweige nicht künstlich und vor allem teuer hinauszuzögern. Näher ging Scholz bei BMW nicht auf diese Debatte ein, sondern betonte die Bedeutung von Innovation: "Industrie bedeutet nicht immer das Gleiche zu machen, sondern immer das modernste, technologisch weit Vorangebrachte zustande zu bringen."
B.Wyler--VB