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HDE: Verbraucherstimmung erholt sich - Neue Unsicherheiten wegen Haushaltskrise
Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich laut der monatlichen Umfrage für den Handel im Dezember spürbar erholt. Das Konsumbarometer habe "einen deutlichen Sprung nach oben" gemacht und den höchsten Stand seit November 2021 erreicht, erklärte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag. Der Konflikt im Nahen Osten habe sich kaum ausgewirkt, neue Unsicherheiten und "deutliche Risiken" ergäben sich aber durch die Haushaltskrise der Bundesregierung.
In den Sommermonaten hatte sich die Verbraucherstimmung schrittweise aufgehellt, im November erhielt diese Entwicklung jedoch einen Dämpfer. "Wie die aktuelle Entwicklung im Dezember verdeutlicht, war diese Eintrübung aber nicht der Beginn eines negativen Trends", erklärte der HDE. "Im Gegenteil: Die Stimmung hellt sich zum Jahresende deutlich auf."
Die Anschaffungsneigung habe sich erhöht und die Verbraucherinnen und Verbraucher wollten weniger sparen, erklärte der Verband weiter. "Die Verbraucher blicken deutlich optimistischer auf die kommenden Wochen als in den vergangenen Monaten." Der HDE hofft daher nun auf ein gutes Weihnachtsgeschäft.
Risiken sehen die Händler aktuell vor allem wegen der Haushaltskrise der Bundesregierung infolge des Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds. "Dass einige Projekte und Förderungen nun künftig nicht umgesetzt oder weitergeführt werden könnten, könnte sich negativ auf das verfügbare Einkommen auswirken", erklärte der Verband. "Ob der aktuelle Anstieg der Verbraucherstimmung eine Trendwende ins Positive signalisiert, bleibt also abzuwarten."
Das HDE-Konsumbarometer basiert auf einer Umfrage unter 1600 Menschen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Der Index bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.
H.Kuenzler--VB