-
"Rote Front" in Berlin: Söder kritisiert "absurde Enteignungsphantasien"
-
Hühner auf Balkon festgebunden: Polizei befreit Tiere in Bremen
-
RB Leipzig: "Komplettes Versagen von uns"
-
Leichenfund nach Brand in Mannheim: 25-Jähriger soll Frau getötet haben
-
Tödliche Messerattacke in Seniorenheim: 72-Jähriger muss in Untersuchungshaft
-
Bahnrad-WM: Friedrich gewinnt Silber im Keirin
-
Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten
-
Bahnrad-WM: Teutenberg wird Weltmeister im Ausscheidungsfahren
-
Wieder Sicherheitsvorfall an Leipziger Flughafen: Offenbar durchbricht Fahrzeug Zaun
-
Spieler des Tages: Luis Díaz (Bayern München)
-
Massenpanik und Unfall bei Hindu-Festen in Indien: Dutzende Menschen getötet
-
MLS: Messi glänzt mit Doppelpack
-
Draisaitl trifft bei Oilers-Sieg - nächster Erfolg für Peterka
-
"Brauchst Spieler wie Flo": Iraola zufrieden mit Wirtz
-
Nächster Dämpfer: "Kleine Erfahrung" für Dortmund
-
1200 Festnahmen: Schwere Randale überschatten Proteste in Frankreich
-
Vance macht Einwanderung für Ausschreitungen in Frankreich verantwortlich
-
Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl
-
Wohnungsnot in Portugal: Protestcamp in Lissabon errichtet
-
"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs
-
16. Auftritt in fünf Wochen: Céline Dion beendet Konzertreihe nahe Paris
-
Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen
-
SPD-Chef Klingbeil fordert von seiner Partei Bekenntnis zum Regierungswillen
-
1200 Festnahmen bei Ausschreitungen in Frankreich - 150 Polizisten verletzt
-
Mindestens 19 Tote bei Massenpanik bei Hindu-Festival in Indien
-
Ausschreitungen in Frankreich: Rathaus von Limoges in Flammen
-
Hannover auch im zweiten Spiel unter Wagner ohne Sieg
-
"Komplett unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs
-
400 Festnahmen bei Gewaltausbrüchen bei nationalem Protesttag in Frankreich
-
Glanzvoller Bayern-Sieg gegen den Herbstblues
-
Rumänische Armee schießt zwei Drohnen über dem Schwarzen Meer ab
-
Wellhäußer und Schmitt neue Grünen-Vorsitzende in Baden-Württemberg
-
Hunderttausende Teilnehmer und heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich
-
Tischtennis-EM: Kaufmann, Mittelham und Qiu sichern Medaillen
-
Erfolgreiche Sondierung in Berlin: Rot-Grün-Rot geht in Koalitionsverhandlungen
-
Israelische Siedler greifen im Westjordanland europäische Diplomaten an
-
Vier Elfmeter: Elversberg rettet wilden Sieg gegen Augsburg
-
Nach Königsklassen-Pleite: BVB strauchelt bei Union
-
Erfolgreiche Sondierungen in Berlin: Vergesellschaft von Wohnungsunternehmen soll kommen
-
Hamburg setzt Siegesserie fort
-
Fünfter Tag in Folge: Erneut Gewalt bei Demos gegen die Regierung in Albanien
-
Nordrhein-Westfalen: Kulturmanagerin Mehdi führt Linke in Landtagswahlkampf
-
"Eines der schwierigsten Jahre": Lys beendet Saison vorzeitig
-
Papst Leo XIV. nach Lungenkrebs-OP in den Vatikan zurückgekehrt
-
Gründer der "Kakerlaken"-Bewegung in Indien nach Festnahme wieder frei
-
Linke, Grüne und SPD erzielen Einigung bei Sondierungen in Berlin
-
Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen
-
Neuer Minister Schweitzer setzt auf Kompromiss im Streit über Rente mit 63
-
Tischtennis-EM: Kaufmann und Qiu sichern deutsche Medaillen
-
Heimsieg gegen Bochum: Kaiserslautern bleibt oben dran
Schläferzellen schaden Kredit
Die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran hat nicht nur den Nahen Osten, sondern auch Europa und die globalen Finanzmärkte erfasst. Ende Februar töteten amerikanische und israelische Luftschläge den iranischen Revolutionsführer Ali Chamenei; sein Sohn Mojtaba übernahm daraufhin die Macht und versprach, die Straße von Hormus zu schließen und amerikanische Militärbasen anzugreifen. Gleichzeitig meldeten Beobachter eine Reihe von Sabotageakten und Anschlägen, die über den Kontinent verteilt sind und mutmaßlich mit iranischen Netzwerken in Verbindung stehen.
Angriffe in Europa und Amerika
Seit dem 6. März verzeichnet das Konfliktforschungsinstitut ACLED mindestens acht Vorfälle in Europa und dem Südkaukasus. In Baku wurde eine mutmaßlich mit den Revolutionsgarden verbundene Gruppe zerschlagen, die Anschläge auf die israelische Botschaft und eine Ölpipeline plante. In London nahmen Ermittler vier Verdächtige fest, die jüdische Einrichtungen ausgespäht haben sollen. In Oslo explodierte vor der US‑Botschaft eine Sprengladung, wenige Tage später wurden Synagogen in Lüttich und Rotterdam sowie eine jüdische Schule in Amsterdam mit Sprengsätzen attackiert. Am 16. März traf eine Explosion das Büro eines US‑Finanzinstituts in Amsterdam, und am 19. März wurden zwei mutmaßliche Spione, darunter ein iranischer Staatsbürger, beim Versuch, in einen britischen U‑Boot‑Hafen einzudringen, verhaftet.
Auch in den USA wächst die Sorge. Die Bundespolizei warnte nach US‑israelischen Luftschlägen vor einem möglichen „operativen Auslöser“ für im Ausland stationierte iranische Zellen, der über verschlüsselte Funksignale ausgesandt worden sein soll. Kurz darauf erschoss ein aus dem Senegal stammender US‑Bürger in Austin zwei Menschen und verletzte 14 weitere. Ermittler fanden bei ihm eine Flagge der Islamischen Republik und Bilder iranischer Führer; der texanische Gouverneur Greg Abbott warnte daraufhin, man müsse iranische Schläferzellen ernst nehmen.
Aktivierung von Schläferzellen?
Offizielle Stellen betonen, dass die Beweislage komplex ist. Bei vielen Anschlägen handelt es sich um Taten lokal rekrutierter Täter ohne direkte Verbindung zu professionellen Terrororganisationen. Das Konfliktforschungsinstitut weist darauf hin, dass ein zuvor unbekanntes Kollektiv zwar die Verantwortung für mehrere Bombenanschläge in Belgien und den Niederlanden reklamierte, die Fehler in den Bekennerschreiben aber gegen eine professionelle iranische Operation sprechen. Dennoch untersuchen europäische Behörden ausdrücklich eine mögliche Beteiligung Teherans.
Zeitgleich mehren sich Hinweise auf eine organisierte Kommunikation. Eine von US‑Behörden analysierte verschlüsselte Funkübertragung, die nach dem Tod Chameneis ausgestrahlt wurde, soll Anweisungen an „vorpositionierte Schläfer“ enthalten haben. Zwar gibt es keine konkrete Bedrohung für einen bestimmten Ort, doch das Department of Homeland Security forderte Polizeidienststellen zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Reaktionen in Gesellschaft und Netzwerken
In sozialen Netzwerken löste die Serie von Anschlägen heftige Diskussionen aus. Viele Nutzer fordern ein kompromissloses Vorgehen gegen islamistische Terrornetze und sehen in den Angriffen einen Beweis für jahrzehntelange Unterwanderung Europas. Andere warnen, dass Bombardements gegen Teheran keine Lösung darstellten und eine Entschärfung des Konflikts nur durch Diplomatie und die Unterbindung radikaler Propaganda im Internet möglich sei. Ein weiterer Strang der Debatte konzentriert sich auf die innenpolitische Lage im Iran: Exiliraner betonen den Zusammenhalt der Opposition um Reza Pahlavi und sehen bei einem Sturz des Mullah-Regimes kein zweites Libyen.
Auswirkungen auf den Private‑Credit‑Markt
Die Angst vor Terroranschlägen und die geopolitische Unsicherheit treffen einen ohnehin fragilen Sektor: den Private‑Credit‑Markt. Bei dieser Form der Unternehmensfinanzierung vergeben Fonds Kredite an mittelständische Firmen, die keinen Zugang zum Kapitalmarkt haben. Die Anlagen sind illiquide und laufen über mehrere Jahre. Dennoch wurden sie als liquide „Stabilzinsprodukte“ an Privatanleger verkauft.
Seit Anfang März verzeichnen die größten Anbieter massive Rückgaben. BlackRocks Fonds HLEND mit 26 Milliarden Dollar Volumen und Blackstones 82‑Milliarden‑Fonds BCRED setzten am 7. März Rücknahmebeschränkungen in Kraft. Im selben Zeitraum stiegen die Ölpreise infolge der Iran-Krise auf über 90 US‑Dollar pro Barrel, was Rezessionsängste anheizte. Die amerikanische Wirtschaft schwächte sich sichtbar ab: Das GDPNow‑Modell der Atlanta Fed wurde am 8. März deutlich nach unten korrigiert, und der US‑Arbeitsmarkt verlor im Februar 92 000 Stellen. Diese Kombination aus steigenden Kosten und wachsender Unsicherheit führte dazu, dass viele Anleger ihre „stabilen“ Private‑Credit‑Anlagen fluchtartig verließen.
Fachleute warnen, dass der Krieg im Nahen Osten die Schwächen des Sektors offengelegt, aber nicht verursacht hat. Private‑Credit‑Produkte beruhen auf langfristigen, schwer handelbaren Darlehen. Wenn Anleger gleichzeitig Geld abziehen, können Fonds ihre Kredite nur unter Wert verkaufen oder die Rücknahme verweigern. Ratingagenturen sehen die Ausfallraten im Private‑Credit‑Sektor bereits auf 5,8 Prozent steigen und warnen vor einem möglichen Anstieg auf 15 Prozent. Analysten weisen darauf hin, dass steigende Energiepreise und eine drohende Rezession genau jene Branchen treffen, die diese Kredite aufgenommen haben.
Der Exodus verunsicherter Anleger ist deshalb weniger ein Beweis für eine direkte Bedrohung durch Terrorzellen als eine Reaktion auf die Erkenntnis, dass die vermeintlich liquiden Produkte bei geopolitischen Schocks nicht funktionieren. Experten fordern mehr Transparenz: Einige Anbieter wollen künftig den Nettoinventarwert ihrer Kreditfonds monatlich oder sogar täglich veröffentlichen. Gleichzeitig nehmen Banken wie JPMorgan Abwertungen in ihren Kreditbüchern vor.
Ausblick in die nahe Zukunft
Die ungewöhnliche Mischung aus Krieg, Terrorangst und wirtschaftlicher Abschwächung hat den Private‑Credit‑Boom zum Stillstand gebracht. Behörden in Europa und den USA versuchen, potenzielle Terrornetze zu zerschlagen und die Gefahr von Anschlägen zu minimieren. Solange aber die geopolitische Lage angespannt bleibt und Inflations‑ sowie Rezessionssorgen anhalten, dürfte die Nervosität der Anleger anhalten. Der Fall zeigt vor allem, wie eng globale Sicherheitspolitik und Finanzmärkte miteinander verflochten sind.
Indiens Nicobar-Trumpf
Indiens Selbstversorgungskurs
Takaichis Neue Shōwa-Agenda
Bosnien alarmiert Europa
Iran: Vom Boom zum Bankrott
Selenskyjs Falle für Putin
US-Zollstreit: Kein Sieger
Chinas Nukleargeheimnis‑Leak
Adobe 40% tiefer: Kodak 2.0?
Zerreißprobe Indien–USA?
Pentagon stoppt Chinas Macht