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Französische Journalisten unterzeichnen Charta für Klima-Berichterstattung
Bilder von Eis schleckenden und badenden Kindern sollen nicht mehr zum Bebildern der durch den Klimawandel verschlimmerten Hitzewellen benutzt werden. Das ist eine der Empfehlungen, die aus einer Charta hervorgeht, die mehr als 500 Journalisten in Frankreich unterzeichnet haben. In der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung verpflichten sie sich, Klimawandel nicht als einzelnes Thema zu behandeln, sondern dessen Auswirkungen in der gesamten Berichterstattung zu berücksichtigen.
Selbst in diesem Sommer, der von Trockenheit und Waldbrände geprägt war, sei der Zusammenhang mit dem Klimawandel "nur selten" erwähnt worden, sagte Loup Espargilière, einer der Autoren der Charta. Etwa 30 Redaktionen und mehrere Journalistenschulen bekennen sich ebenfalls zu der Charta, unter ihnen auch RFI und France 24.
Nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Strategien im Kampf gegen dessen Auswirkungen sollen genauer in den Blick genommen und hinterfragt werden. Journalisten sind aufgerufen, sich zu dem Thema ständig weiterzubilden und die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf verständliche Weise zu vermitteln.
Die beteiligten Redaktionen wollen darauf achten, ihren CO2-Ausstoß zu vermindern, ohne dabei die Recherche vor Ort zu vernachlässigen. Das bedeutet etwa, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen und auf Journalisten vor Ort zu setzen. Auf Werbung für klimaschädliche Produkte soll möglichst verzichtet werden.
G.Schulte--BTB