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Organisation PAN: Äpfel meist mit mehreren Pestiziden belastet
Die Umweltorganisation PAN (Pesticide Action Network) hat Rückstände von Pestiziden und sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) in zahlreichen Apfelsorten gefunden. Von europaweit 59 getesteten Äpfel waren 50 mit mehreren Pestizidrückständen belastet, darunter alle fünf Proben aus Deutschland. Mehr als die Hälfte der Äpfel wies PFAS-Rückstände auf. Geltende Grenzwerte wurden aber nicht überschritten.
Unter den nachgewiesenen Substanzen waren vor allem Mittel zur Pilzbekämpfung, etwa gegen Mehltau. Die Pestizide reizen Haut und Schleimhäute und stehen teils im Verdacht, krebserregend zu wirken. In der EU gelten Grenzwerte für die Pestizidrückstände, die in den Proben nicht überschritten wurden. Die Organisation PAN beklagt jedoch, dass dabei nicht berücksichtigt werde, ob mehrere Pestizide gleichzeitig auftreten.
Für Babynahrung gelten strengere Grenzwerte: Sie darf keine messbare Menge eines Pestizids enthalten. Nur vier der untersuchten Äpfel erfüllen nach PAN-Angaben diese Vorgabe, alle anderen wiesen mindestens ein Pestizid auf. "Die gefundenen Rückstände waren bis zu 600 Mal höher als der gesetzliche Grenzwert für Babynahrung", erklärte die Organisation.
Insgesamt schneiden Obst und Gemüse aus der EU bei amtlichen Kontrollen auf Pestizidrückstände deutlich besser ab als Produkte aus Nicht-EU-Staaten. Überschreitungen der Grenzwerte für die Rückstände sind in Deutschland seit Jahren selten.
P.Keller--VB