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München und NRW-Städte bei deutscher Olympia-Bewerbung vorn
Im Rennen um den deutschen Olympia-Bewerber hat München kurz vor der entscheidenden Abstimmung hauchdünn die Nase vorn - vor der Region Köln/Rhein-Ruhr. Berlins Bewerbung schneidet im Bericht der Evaluierungskommission mit Abstand am schlechtesten ab, wie der Sport-Informations-Dienst (SID) am Dienstag berichtete. Der Kommissionsbericht ist ein wesentlicher Faktor für die am Samstag erwartete Abstimmung innerhalb des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).
München, Köln/Rhein-Ruhr und Berlin wollen die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ausrichten und haben sich entsprechend national beworben. Die Evaluierungskommission prüfte diese Bewerbungen. In den Kategorien "sportfachliche und operative Eignung" sowie "internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Akzeptanz" bekam München 87,03 Punkte von 100 möglichen Bewertungspunkten. Köln/Rhein-Ruhr liegt mit 85,02 Punkten knapp dahinter. Berlin ist demnach mit 74,64 Punkten abgeschlagen. Nach dem DOSB-Bewertungskatalog haben München und Köln/Rhein-Ruhr damit sehr gute Bewerbungen vorgelegt, Berlin eine gute Bewerbung.
Der Bericht ist nicht bindend. Allerdings dürfte Berlin nun allenfalls noch theoretische Chancen haben. Am Samstag beraten die Mitgliedsverbände des DOSB über die Bewerbungen und stimmen schließlich über den deutschen Kandidaten ab.
Der Evaluierungskommission gehörten Vertreter aus DOSB, Politik und Fachverbänden an. Ursprünglich wollte auch Hamburg die Olympischen Spiele. Nach einem negativen Votum der Bevölkerung zog die Hansestadt die Bewerbung aber zurück.
Der deutsche Bewerber tritt beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Konkurrenz zu anderen Bewerberstädten weltweit. Für 2036 gibt es unter anderem mit dem indischen Ahmedabad, Doha in Katar und der türkischen Metropole Istanbul chancenreiche Konkurrenten. Eine Entscheidung über Olympia 2036 soll im Jahr 2029 fallen.
S.Spengler--VB