-
USS Theodore Roosevelt trifft in Singapur ein
-
2000 Eingaben zur St. Galler Ortsplanung: Konflikt um Ökologie und Mieterschutz
-
Thomas Strobls 'Sound of Strobl': Unvorhersehbare musikalische Reise
-
Nvidia-Deal mit Deutschland: KI-Souveränität oder neue Abhängigkeit?
-
Martha Stewart verteidigt Halloween-Kostüm und lehnt Entschuldigung ab
-
Google stellt Gemini Omni 1.2 Flash vor: Längere Videos und niedrigere Kosten
-
Priscilla Monroy beendet Beziehung zu Alberto Cowboy
-
Wirtschaft kritisiert Zinsentscheid der brasilianischen Notenbank
-
Frankreich stellt eine Milliarde Euro für staatliche Bürgschaften bereit
-
Britischer Arzt mit Ebola nach London evakuiert
-
COP31: Lateinamerika tritt mit gespaltenen Allianzen in Antalya an
-
Brennstoffzulage 2027: Neue Auszahlungssätze und Fristen für Irland
FairSquare: Infantinos Reformwille "nicht ernst gemeint"
Die Organisation FairSquare hält die Reformbereitschaft des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino für wenig glaubhaft. Das Angebot des massiv in der Kritik stehenden Schweizers, offen für eine externe Überprüfung der Governance und Änderungen in den Entscheidungsprozessen des Fußball-Weltverbandes zu sein, sei "offensichtlich nicht ernst gemeint", kritisierte FairSquare-Direktor Nicholas McGeehan am Dienstag im SID-Gespräch.
"Jeder sinnvolle Reformprozess würde eine feste Verpflichtung zu Regeln und Rechenschaftspflicht beinhalten, und wenn die FIFA ihre eigenen Regeln einhalten würde, würde Infantino sofort seines Amtes enthoben werden", betonte McGeehan, dessen Organisation Beschwerde gegen Infantino bei der FIFA-Ethikkommission eingereicht hat. Hintergrund sind mögliche Verstöße gegen dessen Neutralitätspflicht im Umgang mit US-Präsident Donald Trump.
McGeehan sieht den Vorstoß Infantinos, der am Montag einen Brief an die 211 FIFA-Mitgliedsverbände geschickt hatte, als weiteres Kapitel im "Kampf um Macht und Loyalität" zwischen der FIFA und der Europäischen Fußball-Union (UEFA). "Reformen" seien dabei "lediglich ein Mittel, das beide Seiten zum Angriff oder zur Verteidigung einsetzen", betonte McGeehan. Es sei wichtig zu beachten, dass UEFA-Chef Aleksander Ceferin "wahrscheinlich genauso wenig an ernsthaften Reformen interessiert ist wie Gianni Infantino".
Kritiker werfen Infantino seit dessen Amtsantritt im Jahr 2016 eine Abkehr von zahlreichen Reformen vor, die infolge des FIFA-Skandals eingeführt worden waren. Trotz der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt strebt der 56-Jährige, der kürzlich mit seinem WM-Investorenplan gescheitert war, bei der Neuwahl im März 2027 eine weitere Amtszeit an. Vor allem die UEFA forciert einen Rückzug Infantinos, die Europäer werben ebenfalls mit der Forderung nach Reformen um Unterstützung im Weltfußball.
R.Fischer--VB