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Baskenland-Rundfahrt: Lipowitz zum Auftakt starker Sechster
Radprofi Florian Lipowitz ist mit einer Spitzenleistung in die stark besetzte Baskenland-Rundfahrt gestartet und hat seine gute Frühform bestätigt. Beim anspruchsvollen Auftaktzeitfahren in Bilbao über 13,8 km kam der Tour-Dritte aus der deutschen Equipe Red Bull-Bora-hansgrohe auf Platz sechs und lag beim Tagessieg des Franzosen Paul Seixas nur knapp hinter seinem prominenten Teamkollegen Primoz Roglic, der Vierter wurde.
Lipowitz hatte 33 Sekunden Rückstand auf Ausnahmetalent Seixas (Decathlon CMA CGM). Der 19-Jährige nahm Roglic, dem Zeitfahr-Olympiasieger von Tokio, satte 28 Sekunden ab. Der Slowene hatte die Rundfahrt 2018 und 2021 gewonnen. Auf Platz zwei fuhr am Montag der Franzose Kevin Vauquelin (INEOS Grenadiers/+23 Sekunden), Dritter wurde der Österreicher Felix Großschartner (UAE Team Emirates/+27 Sekunden).
Zweitbester Deutscher des Zeitfahrens wurde Marco Brenner (Tudor Pro Cycling Team) mit einem Rückstand von 1:02 Minuten auf Platz 27. Emanuel Buchmann (Cofidis) war 1:29 Minuten langsamer als Sieger Seixas, der Rückstand des deutschen Meisters Georg Zimmermann (Lotto - Intermarché) betrug 1:57 Minuten.
Lipowitz, im Vorjahr Gesamtvierter im Baskenland, hatte das Rennen nach seinem starken Auftritt bei der Katalonien-Rundfahrt kurzfristig ins Programm genommen. Der Ulmer wolle "das Momentum aus Katalonien nutzen und seine Form bewusst unter Rennbedingungen weiterentwickeln", teilte sein Team mit.
Bei der Volta a Catalunya hatte Lipowitz zuletzt den dritten Platz belegt und sich dabei in stärkerer Form als sein neuer Teamkollege Remco Evenepoel gezeigt. Der Doppel-Olympiasieger aus Belgien wurde Fünfter. Lipowitz will im Baskenland weiter auf die am 4. Juli startende Tour de France hinarbeiten.
Die Baskenland-Rundfahrt, deren 65. Auflage bis Samstag über sechs Etappen durch die autonome Gemeinschaft im Norden Spaniens führt, gehört zu den schwersten der kurzen Frühjahrs-Etappenrennen, diesmal stehen mehr als 16.000 Höhenmeter an. Die zweite Etappe führt am Dienstag über 164,9 km von Pamplona-Iruña nach Lekunberri, Hauptschwierigkeit ist ein Anstieg der 1. Kategorie kurz vor dem Ziel.
F.Wagner--VB