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Vasilj: Nach WM-Quali "voller Fokus" auf Klassenerhalt
An den großen Erfolg mit Bosnien-Herzegowina dachte Nikola Vasilj auch noch in der Alten Försterei. "Das ist etwas, was vielleicht nur einmal im Leben passiert. Ich bin sehr stolz, dass ich ein Teil davon war", sagte der Torhüter von St. Pauli am Sonntag mit Blick auf die erfolgreiche WM-Qualifikation. Während der Keeper mit der Nationalmannschaft sein Ziel schon erreicht hat, steht er mit den Kiezkickern nach dem 1:1 (1:0) bei Union Berlin in der Fußball-Bundesliga weiter unter Druck.
Mit dem Punktgewinn in Köpenick vergrößerte St. Pauli seinen Abstand auf den Tabellen-17. VfL Wolfsburg zwar um einen Zähler, steckt aber noch immer auf dem Relegationsplatz fest. "Ich denke, am Ende müssen wir froh über den Punkt sein", sagte Vasilj, denn über weite Strecken hatten sich die Hamburger schwer getan. Mathias Pereira Lage (25.) ließ die Gäste kurz auf Big Points im Abstiegskampf hoffen, doch Andrej Ilic (52.) gelang der Ausgleich.
Vasilj hielt seine Mannschaft dabei einige Male im Spiel und bügelte auch seinen eigenen Fehler in der Schlussphase aus, als er den Ball direkt in die Füße von Unions Andras Schäfer spielte. Erinnerungen an die WM-Playoffs wurden wach, als ihm ein ähnliches Missgeschick passierte und Italien so die Führung begünstigte. "Das war nicht so clever", räumte der 30-Jährige ein. Zum Glück habe er gehalten "und wir können jetzt darüber lachen".
Die vergangenen Tage waren für den Keeper ohnehin schon turbulent genug gewesen. Erst am vergangenen Dienstag hatte er mit der bosnischen Nationalelf in einem Elfmeter-Krimi gegen Italien das WM-Ticket gelöst. "Ein unglaublicher Moment", sagte Vasilj. Nach dem Erfolg habe er "nicht viel geschlafen, vielleicht zwei, drei Stunden", es sei eine "lange Nacht" gewesen. Aber "zum Glück" habe er genug Zeit vor dem richtungsweisenden Duell mit Union gehabt.
Denn das WM-Ticket sei "ein Ziel" gewesen, erklärte Vasilj, nun gelte "der volle Fokus" dem Klassenerhalt mit St. Pauli. Als nächstes wartet in Bayern München am Samstag (18.30 Uhr/Sky) dabei aber eine Mammutaufgabe.
R.Fischer--VB