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Verstappen lässt Formel-1-Zukunft offen: "Lohnt es sich?"
Max Verstappen hat nach dem Großen Preis von Japan seine Zukunft in der Formel 1 offengelassen. Er habe "keinen Spaß mehr an der ganzen Sache", sagte der Niederländer bei BBC Radio 5 Live nach seinem enttäuschenden achten Platz in Suzuka. Auf Nachfrage, ob sich der Red-Bull-Pilot einen Abschied zum Saisonende vorstellen könne, entgegnete der viermalige Weltmeister: "Genau das meine ich. Ich denke über alles hier im Fahrerlager nach."
Privat sei er "sehr glücklich", sagte Verstappen, der sich angesichts des straffen Programms von 22 Rennen in der Königsklasse des Motorsports mehrere Fragen stellt: "Lohnt es sich? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein, meine Freunde öfter zu sehen, wenn man keinen Spaß am Sport hat?"
Verstappen hatte in den vergangenen Wochen immer wieder die neue Formel 1 mit ihren Hybridmotoren und dem hohen Elektroanteil scharf kritisiert, unter anderem als "Witz" bezeichnet - unabhängig von dem Fakt, dass er mit seinem Red Bull nur hinterherfährt. Er könne "problemlos akzeptieren, auf Platz sieben oder acht zu stehen, wo ich gerade bin", sagte Verstappen: "Ich habe in der Formel 1 nicht nur gewonnen. Aber wenn man auf Platz sieben oder acht liegt und nicht die ganze Formel dahinter genießt, fühlt sich das für einen Rennfahrer nicht natürlich an."
Auf der Strecke müssen die Piloten immer wieder die Energie ihrer Autos aufladen. Was auf der einen Seite zu vielen Positionswechseln führt, ist für Fahrer wie Verstappen frustrierend. "Hier kannst du zwar überholen, aber dann hast du für die nächste Gerade keinen Akku mehr", sagte der Niederländer mit Blick auf das Duell in Suzuka gegen Alpine-Fahrer Pierre Gasly, der anschließend direkt wieder an ihm vorbeigezogen war: "Das war die Geschichte des Tages. Du kannst überholen, aber dann wirst du wieder überholt."
Natürlich versuche er, sich "darauf einzustellen, aber die Art und Weise, wie man fahren muss, ist nicht schön", sagte Verstappen: "Und irgendwann ist es einfach nicht mehr das, was ich machen will."
Bei Red Bull läuft sein Vertrag noch bis Ende 2028. Schon vor dem Rennen hatte Vater Jos Verstappen dem niederländischen Telegraaf gesagt, dass sein Sohn die Motivation verlieren könnte. "Ich möchte hier sein, um Spaß zu haben, eine tolle Zeit zu verbringen und mich zu amüsieren", sagte der frühere Seriensieger: "Im Moment ist das aber nicht der Fall."
P.Staeheli--VB