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Tonali erlöst Italien: WM-Hoffnung lebt
Italien hat den nächsten WM-GAU vorerst abgewendet und sich ins Endspiel um ein Ticket für die Endrunde in Nordamerika gekämpft. Die Squadra Azzurra setzte sich im Playoff-Halbfinale in Bergamo mit Mühe 2:0 (0:0) gegen Nordirland durch und kann sich am Dienstag erstmals seit 2014 für die WM qualifizieren. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso muss im Kampf um eine Teilnahme am XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nun auswärts in Wales oder Bosnien und Herzegowina ran.
Die stolze Fußballnation hatte die Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar verpasst, seit dem vierten WM-Triumph 2006 in Deutschland haben die Italiener kein K.o.-Spiel mehr bestritten. Zumindest am Donnerstag wendeten die Südeuropäer das nächste Qualifikations-Debakel durch die Treffer von Sandro Tonali (56.) und Moise Kean (80.) ab. Nordirland hingegen muss weiter auf die erste WM-Teilnahme seit 1986 warten.
Gattuso hatte den immensen Druck auf die Italiener nicht geleugnet und vom "wichtigsten Spiel" seiner Karriere gesprochen. Gegen die kompakten Nordiren tat sich sein Team aber extrem schwer, ehe Tonali mit einem wuchtigen Abschluss aus dem Rückraum den Bann brach.
Weiter von der WM träumen darf auch Starangreifer Robert Lewandowski mit Polen. Der langjährige Bundesligaprofi vom FC Barcelona setzte sich mit seinem Team 2:1 (0:1) gegen Albanien durch und traf dabei zum zwischenzeitlichen 1:1 (63.). Piotr Zielinski (73.) drehte die Partie zugunsten der Polen, die nun in Schweden antreten müssen. Die Skandinavier, die sich über die Nations League für die Playoffs qualifiziert haben, bezwangen in Valencia dank eines Dreierpacks von Arsenal-Angreifer Viktor Gyökeres (6., 51., 73./Foulelfmeter) die Ukraine mit 3:1 (1:0).
Die Türkei muss unterdessen am Dienstag im Kosovo ran. Das Team um Kapitän Hakan Calhanoglu hatte sich am frühen Abend mit 1:0 (0:0) gegen Rumänien durchgesetzt und hofft auf die erste WM-Teilnahme seit 24 Jahren. Der Kosovo zog am Abend durch ein überraschendes 4:3 (1:2) in der Slowakei nach.
Dänemark gab sich gegen Nordmazedonien keine Blöße und gewann dank einer starken zweiten Halbzeit mit 4:0 (0:0). Gegner am Dienstag ist Tschechien oder Irland.
F.Mueller--VB