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WM: Iran verhandelt mit FIFA über Spielverlegung nach Mexiko
Wegen des Krieges im Nahen Osten arbeitet der iranische Fußballverband an einer Verlegung seiner WM-Spiele von den USA nach Mexiko. "Nachdem US-Präsident Donald Trump ausdrücklich erklärt hat, dass er die Sicherheit der iranischen Nationalmannschaft nicht gewährleisten kann, werden wir definitiv nicht nach Amerika reisen", sagte Verbandspräsident Mehdi Taj in einer Stellungnahme, die auf dem X-Account der Botschaft des Landes veröffentlicht wurde.
Der Iran soll beim Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) in der Vorrunde in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien antreten, danach in Seattle gegen Ägypten. Das WM-Quartier der Mannschaft wurde in Tucson/Arizona gebucht.
"Wir verhandeln derzeit mit der FIFA über die Austragung der iranischen Spiele bei der Weltmeisterschaft in Mexiko", sagte Taj. Abolfazl Pasandideh, Irans Botschafter in Mexiko, verurteilte am Montag die mangelnde Kooperation der US-Regierung bei der Visa-Erteilung und der Bereitstellung logistischer Unterstützung für die Delegation im Vorfeld der WM.
Trump hatte zuletzt widersprüchliche Signale gesendet. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er in der Vorwoche, die Iraner seien zwar willkommen, zugleich halte er es "jedoch nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit".
Der asiatische Verband AFC geht aber weiter davon aus, dass der Iran am Großevent teilnehmen wird. Trotz der politischen Spannungen und des Krieges gebe es bislang keine gegenteiligen Signale, sagte Generalsekretär Windsor John bei einer Pressekonferenz am Sitz des Verbandes in Kuala Lumpur.
"Nach unserem Kenntnisstand wird Iran spielen", sagte John. Man beobachte die Situation genau, bislang gebe es jedoch "keine offizielle Information", dass das Team nicht an dem Turnier teilnehmen werde. Die WM findet in den USA, Mexiko und Kanada statt.
E.Gasser--VB