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Hüttel nach Abbruch "richtig, richtig sauer"
DSV-Sportdirektor Horst Hüttel hat nach dem Abbruch des olympischen Super-Team-Wettbewerbs deutliche Kritik am Skiweltverband FIS geübt. "Ich bin richtig, richtig sauer. Alle Wetter-Apps haben angezeigt, dass nach zehn Minuten der Schneefall aufhört. Diese Wetter-App muss auch die FIS haben. Ich verstehe nicht, dass man nicht eine gewisse professionelle Besonnenheit hat, um diese zehn Minuten noch abzuwarten", sagte Hüttel.
Der Wettkampf von der Großschanze war abgebrochen worden, weil heftiger Schneefall die Anlaufspur verlangsamt hatte und ein fairer Wettkampf zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war. Sandro Pertile verteidigte die Entscheidung. "Wir haben versucht, die Spur zu reinigen, aber wir haben sofort festgestellt, dass das Tempo in der Spur verloren geht. Der Unterschied war deutlich spürbar", sagte der FIS-Renndirektor bei Eurosport.
Zehn Minuten nach dem Abbruch hatte der Schneefall allerdings wieder aufgehört. "Man hätte die ganze Gruppe nochmal springen lassen können. Das gab es in der Vergangenheit schon oft, das wäre eigentlich die fairste und beste Entscheidung gewesen", sagte Hüttel.
Das deutsche Duo Philipp Raimund und Andreas Wellinger lag zum Zeitpunkt des Abbruchs in Führung, allerdings standen die Schlussspringer von drei Nationen noch oben. Durch den Abbruch wurde der Stand nach dem zweiten Durchgang gewertet, dem DSV-Team blieb nur Rang vier.
Hüttel bemängelte zudem den Verzicht auf Vorspringer, die die Spur intakt gehalten hätten. "Während sie beraten haben, ist der einzige Vorspringer gesprungen. Es ist vollkommen klar, dass dann die Spur feucht wird. Man muss als Veranstalter beim normalen Weltcup zwölf Vorspringer haben, damit die Spur permanent durchgefahren wird. Anscheinend war keiner oben", sagte er: "Ich finde das schlichtweg unprofessionell. Das war einfach miserabel schlecht gearbeitet."
F.Fehr--VB