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"Bewerten Situation jeden Tag neu": EM-Abbruch nicht vorgesehen
Trotz zahlreicher Coronafälle bei den teilnehmenden Nationen hält die Europäische Handball Föderation EHF an der Austragung der EM fest. Ein Abbruch des Turniers in Ungarn und der Slowakei kommt zum jetzigen Zeitpunkt nicht infrage. Dies teilte EHF-Generalsekretär Martin Hausleitner bei einem Medientermin in Bratislava mit.
"Wir planen, das Turnier bis zum Ende durchzuziehen. Aber wir stehen in sehr engem Kontakt zu den Teams und bewerten die Situation jeden Tag neu", sagte Hausleitner und sprach von "sehr herausfordernden Bedingungen". Dennoch gebe es bei Mannschaften und Partnern "einen starken Willen, den Wettbewerb zu beenden". Sportlich sei der Wettbewerb trotz der vielen Infektionen "fair. Das beste Team wird diese EM gewinnen."
Die Virusvariante Omikron verändere die Situation "extrem schnell", so Hausleitner, die Hygienemaßnahmen würden deshalb "ständig angepasst". Die Gesundheit der Spieler stehe bei allen Überlegungen aber über allem. Bevor infizierte Akteure nach fünf Tagen Quarantäne und zwei negativen PCR-Tests ins Turnier zurückkehren können, sei eine "gründliche medizinische Untersuchung" obligatorisch.
Am stärksten von Corona betroffen ist bei der EM bislang die deutsche Mannschaft mit elf positiv getesteten Spielern. Nachdem es bereits vor dem Turnier etliche Fälle bei anderen Nationen gegeben hatte, vermeldeten die Teams in den vergangenen Tagen immer wieder neue Infektionen.
Einen Imageschaden für den Handball befürchtet Hausleitner nicht. "Wir sehen vielmehr den Mehrwert, dass wir uns der Situation stellen, als dass wir fürchten, dass es einen Imageschaden gibt", sagte der Top-Funktionär: "Wir wollen den Menschen ein Stück Normalität zurückgeben." Die EHF sei sich "bewusst, dass wir eine EM veranstalten in einer sehr herausfordernden Situation".
Angesichts der hohen Infektionszahlen unter den teilnehmenden Nationen hatte die EHF die verpflichtende Quarantäne positiv getesteter Spieler kurz vor dem Turnierstart von 14 auf 5 Tage verkürzt. Zudem sind für die Teams jederzeit Nachnominierungen auch außerhalb des ursprünglich gemeldeten 35 Spieler umfassenden Kaders möglich.
Y.Bouchard--BTB