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"Unermesslicher Schaden": IOC-Mitglieder kritisieren Infantinos WM-Pläne
Gianni Infantinos WM-Pläne treffen bei seinen IOC-Kollegen auf Widerstand. Drei Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees sprachen sich auf der 139. Session der Ringe-Organisation vehement gegen das Vorhaben des FIFA-Präsidenten aus, die Fußball-Weltmeisterschaft alle zwei Jahre auszutragen. Infantino hatte laut IOC-Präsident Thomas Bach seine Reise nach Peking abgesagt, Bach wollte ihm die "Kommentare weiterleiten".
Mustapha Berraf, Präsident der Nationalen Olympischen Komitees Afrikas, sagte, Infantinos Plan "würde unermesslichen Schaden anrichten und den Sport insgesamt gefährden". Auch Nenad Lalovic, Präsident des Ringer-Weltverbandes und Ryu Seung-min, Tischtennis-Olympiasieger von 2004, kritisierten Infantino. "Der Fußball sollte solidarisch mit anderen Sportarten und internationalen Verbänden zusammenarbeiten", sagte der Südkoreaner Ryu.
Der Schweizer Infantino hatte zuletzt für Empörung gesorgt, als er vor dem Europarat in Straßburg mit einer abstrusen Erklärung seine Pläne für eine WM im Zweijahresrhythmus verteidigte. "Wir müssen den Afrikanern Hoffnung geben, damit sie nicht mehr über das Mittelmeer kommen müssen, um vielleicht ein besseres Leben zu finden oder, wahrscheinlicher, den Tod im Meer", sagte er. Die FIFA erklärte später, Infantino sei "falsch interpretiert" worden.
G.Schulte--BTB