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Djokovic folgt Alcaraz ins Wimbledon-Finale
Carlos Alcaraz und Novak Djokovic duellieren sich wie im Vorjahr um die Siegertrophäe in Wimbledon. Der 21 Jahre alte Titelverteidiger Alcaraz legte am Freitag mit einem 6:7 (1:7), 6:3, 6:4, 6:4-Halbfinalsieg gegen Daniil Medwedew vor. Der 16 Jahre ältere Grand-Slam-Rekordchampion Djokovic zog am Abend mit einem 6:4, 7:6 (7:2), 6:4 gegen den Italiener Lorenzo Musetti nach.
Im vergangenen Jahr hatten beide Topstars auf der Anlage des All England Clubs ein hochklassiges Endspiel über 4:42 Stunden bestritten, das Alcaraz letztlich gewann. Djokovic nimmt nun einen neuen Anlauf auf seinen achten Titel in London, der ihn auf eine Stufe mit Rekordsieger Roger Federer hieven würde. Für den Serben ist es das sechste Endspiel in Serie in Wimbledon.
Alcaraz präsentierte sich nach seinem Halbfinalsieg aber zuversichtlich. "Ich fühle mich hier nicht mehr neu und weiß, wie sich ein Finale hier anfühlt. Ich werde versuchen, alles gut zu machen", sagte der Weltranglistendritte. Er ist erst der vierte Spieler im Alter von bis zu 21 Jahren, der in der Ära des Profitennis seit 1968 mehrere Wimbledon-Finals erreicht hat. Zuvor war dies einzig Boris Becker (4), Björn Borg und Rafael Nadal (jeweils 2) gelungen.
Gegen Medwedew brauchte er aber einige Zeit, bis er so richtig ins Match fand. Die knapp 15.000 Zuschauer, darunter Fußballstar Luka Modric und 1991-Turniersieger Michael Stich, sahen einen nervösen Start des Favoriten, der sich aber steigerte. Auch Musetti forderte Djokovic viel ab - doch letztlich sicherte er sich seine Chance auf eine Revanche.
J.Sauter--VB