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Früherer Skilanglauf-Weltmeister Grimmer gestorben
Der zweimalige Skilanglauf-Weltmeister Gerhard Grimmer ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Dies teilte seine Familie mit. Der im Sudetenland geborene DDR-Läufer Grimmer gehörte in den frühen 70er-Jahren zur absoluten Weltspitze und war einer der größten Kontrahenten der dominierenden Skandinavier.
Bei der WM 1974 im schwedischen Falun feierte Grimmer seinen größten Erfolg, als er in der Königsdisziplin über 50 km mit fast zwei Minuten Vorsprung triumphierte. Er war der erst zweite Weltmeister im "Marathon" seit der Premiere 1924, der nicht aus Schweden, Norwegen, Finnland oder der Sowjetunion kam.
In Falun siegte Grimmer auch mit der DDR-Staffel und holte Silber über 15 km. Bei der WM 1970 in Strbske Pleso hatte er bereits zweimal Silber und einmal Bronze geholt. Bei drei Olympia-Teilnahmen ging Grimmer allerdings leer aus.
Nach seiner Karriere war Grimmer als Funktionär tätig. Wegen seiner mutmaßlichen Rolle im Dopingsystem der DDR war er umstritten. Stasi-Unterlagen sollen belegt haben, dass Grimmer zumindest über die Praktiken informiert war. Er selbst stritt dies ab.
T.Germann--VB