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Gosen-Neu Zittau gedenkt zweier Opfer einer Gewalttat
Zwei Tage nach einer Gewalttat mit zwei Toten an einer Privatschule fand in Neu Zittau ein Gedenkgottesdienst statt.
In der Dorfkirche von Neu Zittau ist zwei Tage nach der tödlichen Gewalttat an einer Schule in Gosen-Neu Zittau ein Gedenkgottesdienst abgehalten worden. Pfarrer Carsten Schwarz kündigte Raum für Klage, Gebet, Stille, Trauer und Gespräche an.
Ein 19-jähriger Deutscher wird verdächtigt, an einer Privatschule eine 18 Jahre alte Schülerin und einen 30 Jahre alten Kita-Erzieher getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zweifachen Mord vor; er kam in Untersuchungshaft. Die Schülerin soll seine frühere Freundin gewesen sein. Der Erzieher habe offenbar helfen wollen. Als Tatwaffe gilt nach bisherigen Erkenntnissen ein Messer.
Bei dem Gottesdienst waren Musik, ein Psalmgebet und Fürbitten vorgesehen. Auf einem schwarzen Tuch konnten Besucher Teelichter anzünden. Am 3. September soll ein Trauergottesdienst in der Docemus-Schule stattfinden, am 4. September ein Gedenken mit Schweigeminute vor der Schule.
Bürgermeister Frank Nakoinz bat Medien, den Terminen aus Respekt fernzubleiben. Auf dem Campus bleiben Notfallseelsorger im Einsatz. Die staatliche Grundschule soll am Montag wieder regulär unterrichten. Auch der Fussballverein SG Grün-Weiss Deutsch Wusterhausen trauerte um den getöteten Erzieher.
Das Treffen mit der gesamten Schülerschaft soll zu Beginn der kommenden Woche stattfinden. Der Campus vereint mehrere Schulformen, wodurch die Tat eine grosse Zahl von Kindern, Jugendlichen und Beschäftigten betrifft. Der Gottesdienst in der Dorfkirche und die weiteren schulischen Termine wurden deshalb als getrennte Räume für die Gemeinde und die unmittelbar Betroffenen geplant.
M.Betschart--VB