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UN-Generalsekretär Guterres will neue Zypern-Gespräche einberufen
Neun Jahre nach gescheiterten Friedensgesprächen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen will UN-Generalsekretär António Guterres neue Gespräche zum Zypern-Konflikt einberufen. Er nannte am Mittwoch jedoch keinen Termin für ein solches Treffen, an dem die Anführer der geteilten Insel - der griechischsprachigen Republik Zypern und der Türkischen Republik Nordzypern - sowie die drei Garantiemächte Griechenland, Türkei und Großbritannien teilnehmen sollen.
Guterres besuchte Zypern als erster UN-Generalsekretär seit Ban Ki Moon im Jahr 2010. Zunächst traf er Nikos Christodoulidis, den Präsidenten der Republik Zypern, die Mitglied der EU ist. Anschließend begab er sich auf die türkische Seite der geteilten Hauptstadt Nikosia, um dort den im Oktober gewählten Staatschef der selbst ausgerufenen Türkischen Republik Nordzypern, Tufan Erhürman, zu treffen.
Zypern ist seit 1974 geteilt. Damals marschierte die türkische Armee auf der Insel ein. Zuvor hatten Putschisten den amtierenden zyprischen Präsidenten abgesetzt - mit dem Ziel, Zypern an Griechenland anzuschließen. 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern ausgerufen. Diese wird ausschließlich von der Türkei anerkannt. Die griechischsprachige Republik Zypern trat 2004 der EU bei. Die UNO bemüht sich seit langer Zeit um eine Vermittlung, bisher allerdings ohne Erfolg.
F.Stadler--VB