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Merz richtet Appell an queere Gemeinschaft: "Lassen Sie sich nicht einschüchtern"
Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) an die queeren Menschen im Land gewandt. "Ich möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Christopher Street Days hier in Berlin, aber auch in ganz Deutschland zurufen: Lassen Sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern", sagte Merz am Sonntagnachmittag vor der Berliner Marienkirche kurz vor Beginn eines Trauergottesdiensts.
Weiter sagte der Kanzler: "Wir werden die Freiheit, die Offenheit, die Liberalität unseres Lebens und unserer Gesellschaft mit allem, was wir tun können, verteidigen - und wir werden es gemeinsam auch machen." Derartige Taten hätten "nur einen Zweck: Sie wollen unsere Gesellschaft spalten."
Die Bundesregierung werde "alles tun, um den oder die Täter so schnell wie möglich zu fassen", sagte der Kanzler. Auch politische Konsequenzen seien möglich. "Wir werden über Konsequenzen nachdenken und mit Besonnenheit, aber auch mit Entschlossenheit entscheiden", kündigte er an. "Diese Straftäter, diese Extremisten haben in der Mitte unserer Gesellschaft keinen Platz."
Bei dem Angriff eines mutmaßlich islamistischen Täters war am Samstagabend eine Frau getötet worden. Knapp 30 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.
F.Stadler--VB