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Trump kündigt für Freitag "vollständige" Öffnung der Straße von Hormus an
Die Straße von Hormus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits am Freitag "vollständig" geöffnet sein. "Der Iran-Deal, den wir geschlossen haben, wird der Welt eine Menge Erfolg bringen", sagte Trump am Montag kurz vor Beginn des G7-Gipfels im französischen Evian. Das Abkommen solle am Freitag von Vizepräsident JD Vance persönlich unterzeichnet werden, sagte Trump.
Ob er selber dabei sein werde, ließ er offen. "Ich könnte involviert sein", sagte Trump. Als Unterzeichnungsort ist Genf im Gespräch.
Ein hochrangiger US-Vertreter in Washington sagte derweil, dass Trump und Vance sowie der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf die Vereinbarung bereits digital signiert hätten. Eine Bestätigung aus Teheran gab es dafür vorerst nicht.
Trump sagte in Evian, der Text des Abkommens solle "irgendwann nach Freitag" auch veröffentlicht werden. "Es ist ein starker Text", betonte der US-Präsident. Er bekräftigte, dass für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus keine Maut erhoben werden solle. "Sie wird offen sein und gebührenfrei", sagte Trump, der aber einräumte, dass es über dieses Thema "einen kleinen Streit" gegeben habe.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bot Trump erneut die militärische Unterstützung bei der Absicherung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge an - ein Angebot, das Trump weitgehend ablehnte. "Ich denke, wir brauchen nicht viel Hilfe, da wir ja ein Abkommen haben", sagte Trump. Es sei aber "keine schlechte Idee, ein, zwei Schiffe von einigen Ländern dort zu haben", fügte er gönnerhaft hinzu.
Macron hatte zuvor erklärt, dass Frankreich innerhalb weniger Tage Militärflugzeuge, Fregatten und seinen Flugzeugträgerverband Charles de Gaulle für einen Einsatz rund um die Straße von Hormus entsenden könne.
Bei der Pressebegegnung kurz vor ihrem Zweiergespräch wirkten Trump und Macron relativ reserviert. Ihr Händedruck schien kurz und höflich - kein Vergleich zu früheren demonstrativen Gesten.
Macron hatte Trump auch nicht wie angekündigt vor dem Hotel empfangen. Das Zweiertreffen mit dem US-Präsidenten verzögerte sich nach Trumps Ankunft im Hotel um eine Stunde - nach Angaben aus Macrons Umfeld dauerte dessen Gespräch mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva länger als geplant.
Hintergrund könnte Trumps jüngste neue Drohung mit Strafzöllen auf französischen Wein und Champagner sein, falls Frankreich seine Digitalsteuer nicht abschaffen sollte. Macron war zudem in die Kritik geraten, Trump allzu sehr den roten Teppich ausgerollt zu haben - unter anderem durch den Verzicht auf Themen wie den Klimawandel auf der Gipfelagenda.
F.Mueller--VB