-
Trump verschärft mit neuen Einfuhrsperren und Zöllen Handelsstreit mit Kanada
-
"Ein Brocken": DBB-Frauen wollen gegen Belgien überraschen
-
BVB will bei Karetsas "alles ausschließen"
-
Furioses Comeback: Tiafoe erster Halbfinalist der US Open
-
US Open: Pegula folgt Sabalenka ins Halbfinale
-
Neuer Apple-Chef Ternus stellt erstmals Produkte vor
-
Vor Kongresswahlen: Republikaner halten Parteitag in Dallas ab
-
Norwegischer König Harald V. wird in Oslo feierlich beigesetzt
-
EU-Kommission stellt Rechtsrahmen für Vorgehen gegen Kurzzeitvermietungen vor
-
Ministerin Bär zu internationalem Raumfahrt-Treffen in Paris erwartet
-
Digitalminister stellt Namen der digitalen Brieftasche vor
-
EU-Ratspräsident Costa erörtert mit Merz in Berlin Themen wie den EU-Haushalt
-
Generaldebatte im Bundestag in für Regierung schwierigen Zeiten
-
Trump begrüßt AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt als "wirklich großen Abend"
-
Rubio will "natürliche Beziehungen" zwischen USA und Kolumbien erneuern
-
LIV stellt Insolvenzantrag: "Weiterentwickeln und verbessern"
-
US-Gericht stoppt Weitergabe von Migranten-Steuerdaten an ICE
-
Real startet mit Sieg - auch City erfolgreich
-
Bangen um Karetsas: BVB-Sieg von Sorge überschattet
-
Historischer Erfolg: DBB-Frauen stehen im WM-Viertelfinale
-
Kreislaufprobleme: Karetsas auf Trage vom Platz gebracht
-
Goldrausch bei Para-EM: Titel für Semechin, Engel und Böttcher
-
Nächster BVB-Ausfall: Karetsas auf Trage vom Platz gebracht
-
Serbien: Vucic kündigt Parlamentswahl für den 25. Oktober an
-
Netanjahus Büro weist Bericht über Warnung vor Hamas-Angriff im Oktober 2023 zurück
-
Dritter Titel rückt näher: Sabalenka nach Krimi im Halbfinale
-
Experten fordern Änderungen an Social Media statt Verbot
-
Bürgermeister: New York verheimlichte nach 9/11-Anschlägen giftige Luft
-
Zwölf Länder des Westens wollen Handel mit israelischen Siedlungen sanktionieren
-
Baerbock übergibt Vorsitz der UN-Generalversammlung an Nachfolger aus Bangladesch
-
Minister bei Mladic-Beerdigung: Bosnien weist zwei serbische Diplomaten aus
-
Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen
-
Vuelta: Brennan feiert vierten Etappensieg
-
USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften
-
Kreml: Putin und Trump führten "äußerst offenes" Telefonat
-
Nach Wahldebakel: Ministerpräsident Schulze neuer CDU-Fraktionschef in Sachsen-Anhalt
-
Ballon d'Or: Kane, Olise, Diaz und Upamecano unter Top 30
-
Aktivisten: Mehr als tausend Opfer durch Streubomben im vergangenen Jahr
-
Sachsen-Anhalt: Wagenknecht für Gespräche mit AfD - aber gegen Koalition
-
Pistorius: Deutschland baut Unterstützung ukrainischer Luftverteidigung weiter aus
-
Zwölf Länder wollen Handel mit Israels Siedlungen im Westjordanland sanktionieren
-
Nicaragua im Gaza-Prozess. Deutschland verstößt gegen das Völkerrecht
-
Feuerzeughersteller BIC will mit Kiffern in den USA Geschäft beleben
-
Sicherheitsbehörden wappnen sich gegen AfD-Regierung - Notz beklagt Versäumnisse
-
Freundin mit Feuerlöscher erschlagen: Psychiatrie für Mann in Hessen
-
"Kritischer Zustand": Heldt kritisiert Transfer-Politik
-
Hackerangriff in Berlin: Laut Senat keine militärischen Daten betroffen
-
Sachsen-Anhalt: Grüne offen für BSW-Vorschlag zu unabhängigem Ministerpräsidenten
-
Sexualisiertes Fehlverhalten in der Bundeswehr: Generalinspekteur alarmiert
-
Sturzflut in Nepal: Berge waren vor Gletscherabbruch außergewöhnlich warm
Kubicki in Kampfabstimmung gegen Strack-Zimmermann zum FDP-Chef gewählt
Wolfgang Kubicki ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. In einer Kampfabstimmung setzte sich der 74-Jährige am Samstag mit 59,3 Prozent gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch, die ihre Gegenkandidatur kurzfristig auf dem Parteitag in Berlin angemeldet hatte. Kubicki erhielt 390 Stimmen, auf Strack-Zimmermann entfielen 259 Stimmen. Die Verteidigungsexpertin hatte ihre überraschende Kandidatur damit begründet, dass Kubicki nicht für den nötigen Neuanfang der Liberalen nach der Niederlage bei der Bundestagswahl stehe.
Mit der Wahl Kubickis vertrauten die Delegierten die Führung ihrer Partei einem Politiker an, der zu den bekanntesten, aber auch polarisierendsten FDP-Vertretern zählt. Kubicki ist bereits seit 1971 in der FDP aktiv, in seiner jahrzehntelangen Karriere machte er immer wieder mit rhetorischen Zuspitzungen und Provokationen auf sich aufmerksam. Mit seinem kantigen Profil traut sich Kubicki zu, die FDP nach ihrer Abwahl aus dem Bundestag im Gespräch zu halten - und sie aus der gegenwärtigen Krise herauszuführen.
In seiner Bewerbungsrede warb Kubicki dafür, die FDP als Partei der Marktwirtschaft und der Freiheitsrechte zu profilieren. "Die FDP wird gebraucht als Kraft der sozialen Marktwirtschaft, nicht der sozialen Umverteilung", sagte Kubicki. Die FDP leide darunter, dass sich in der Öffentlichkeit ein "völliges Zerrbild" festgesetzt habe. Es sei die FDP selbst, "die es nicht geschafft hat, ein anderes Bild von uns zu vermitteln", kritisierte Kubicki. Die FDP müsse wieder "die Stimme derjenigen sein, die jeden Tag anpacken - von den Handwerksmeistern bis zum Krankenpfleger, vom Imbissbesitzer in der Großstadt bis zum Landwirt, vom Angestellten bis zum Manager".
Für die Liberalen, die nach ihrer Gründung im Jahr 1948 jahrzehntelang die Politik der Bundesrepublik mit prägten, geht es um das politische Überleben. Die FDP ist noch in sechs von 16 Landesparlamenten vertreten und nur noch an einer einzigen Landesregierung beteiligt, in Sachsen-Anhalt - und auch diese Regierungsbeteiligung könnte sie nach den Landtagswahlen im September verlieren.
Im internen Spektrum der FDP hat sich Kubicki zuletzt als Rechtsliberaler positioniert: mit seiner Kritik an einer als übergriffig empfundenen staatlichen Regulierung, seinem Eintreten für Meinungsfreiheit und gegen Denkverbote, einem klar wirtschaftsfreundlichen und marktliberalen Profil und seiner Kritik an linken Vorstellungen etwa in der Migrations- und Klimapolitik.
Mit einem wirtschaftsfreundlichen Programm will Kubicki Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen, die aus Unmut über die Beteiligung der FDP an der "Ampel"-Regierung zur Union abgewandert sind, die nun aber von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) enttäuscht sind. Mit seiner rhetorischen Schärfe will Kubicki auch Wähler von der AfD zurückgewinnen. Kubicki sieht die AfD als Gegner, lehnte aber deren konsequente Ausgrenzung - also die "Brandmauer"-Strategie - ab.
Die Frage des Umgangs mit der AfD nahm auf dem Parteitag breiten Raum ein. Kubickis Kritiker - unter ihnen auch Strack-Zimmermann - übten scharfe Kritik an Kubickis Äußerungen zur Brandmauer. Kubicki stellte in seiner Bewerbungsrede klar, die AfD sei eine Partei, "die wir bekämpfen müssen". Es werde "mit Liberalen nie eine Zusammenarbeit mit dieser AfD geben, niemals".
Kubicki bringt mehr als 50 Jahre Erfahrung mit Ämtern in Partei und Parlamenten mit. In Schleswig-Holstein war er viele Jahre Partei- und Fraktionschef. 1990 wurde er erstmals in den Bundestag gewählt. Von 2017 bis 2025 war er Vizepräsident des Bundestags. Seit 2013 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP.
W.Huber--VB