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Containerschiff vor dem Oman von iranischem Schnellboot beschossen
Ein Containerschiff ist vor der Küste des Omans britischen Behördenangaben zufolge von einem iranischen Schnellboot beschossen worden. "Das Schiff wurde ohne vorherige Funkwarnung von einem Kanonenboot der Streitkräfte der iranischen Revolutionsgarden" beschossen, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) am Mittwoch. Das Schiff habe "schwere Schäden" erlitten, die Besatzung sei jedoch "unversehrt".
Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO rund 15 Seemeilen nordöstlich der omanischen Küste. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Vanguard Tech handelt es sich um ein unter liberianischer Flagge fahrendes Schiff, "dem die Durchfahrt durch die Straße von Hormus genehmigt worden war". Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch, das Schiff habe "Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert".
Die für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Meerenge Straße von Hormus wird seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar durch Teheran weitestgehend blockiert. Die USA haben wiederum eine Blockade iranischer Häfen verhängt.
Bereits am Samstag hatten die Revolutionsgarden nach UKMTO-Angaben auf mindestens einen Öltanker in der Region geschossen. Der jüngste Angriff erfolgte kurz nachdem US-Präsident Donald Trump am Dienstag eine Feuerpause im Iran-Krieg vorerst verlängert hatte. Zuvor hatte die iranische Armeeführung die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA wiederholt scharf verurteilt und mit weiteren Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht.
Vor eineinhalb Wochen waren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans über ein mögliches Ende des Iran-Krieges ergebnislos geblieben. Beide Seiten warfen sich unter anderem vor, gegen die am 8. April in Kraft getretene Feuerpause verstoßen zu haben. Zudem ist die Blockade der Straße von Hormus ein Streitthema.
T.Zimmermann--VB