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KZ-Torbogen vor Finanzamt nachgebaut: Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Fall
Im Fall zweier vor dem Finanzamt im niederbayerischen Eggenfelden aufgestellter Holzkonstruktionen mit NS-Symbolen hat die Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen übernommen. Der Zentrale Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz werte die Taten als zwei Fälle des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, teilten die Ermittler am Dienstag mit. Darauf drohten bis zu drei Jahre Haft. Der 33 Jahre alte Tatverdächtige wurde in der vergangenen Woche festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft, gegen ihn lag in anderer Sache ein Haftbefehl vor.
Bei den zwei aktuellen Fällen soll er zunächst Mitte März vor dem Finanzamt Eggenfelden einen etwa drei mal vier Meter großen Torbogen aus Holz errichtet haben, welcher dem Aussehen von Torbögen eines NS-Konzentrationslagers entsprach. Dabei soll er auch Hakenkreuze sowie den zynischen NS-Spruch "Arbeit macht frei" angebracht haben, der an Eingängen zu Konzentrationslagern wie Auschwitz oder Dachau angebracht war.
Bei der zweiten Tat soll der Mann vor gut einer Woche ebenfalls vor dem Finanzamt Eggenfelden eine Holzskulptur aufgestellt haben, die an einen Vergaserofen aus Vernichtungslagern wie Auschwitz erinnerte. Daran soll der Mann mehrere Hakenkreuze sowie die Aufschrift "Zyklon B, SS-kaliert" angebracht haben.
R.Braegger--VB