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Jugendliche berichten vor Bundestag über Erfahrung in Pandemie
Vor der Corona-Kommission des Bundestags haben am Montag rund 150 Jugendliche und junge Erwachsene über ihre Erfahrungen während der Pandemie berichtet. Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie hatte sie eingeladen, um die seelischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen während und nach der Pandemie sichtbar zu machen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) räumte bei der Veranstaltung ein, die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen seien in der Pandemie zu wenig berücksichtigt worden.
"Wir haben damals sehr stark auf die älteren Menschen, die vulnerablen Gruppen geschaut und dabei sehr häufig vergessen hinzuschauen, wie es gerade Kindern und Jugendlichen geht", sagte Klöckner. "Viel zu oft wurden Kinder und Jugendliche übersehen."
Die Enquete-Kommission des Bundestags hat sich zur Aufgabe gesetzt, politische Entscheidungen in der Corona-Pandemie zu überprüfen, mögliche Fehler zu benennen und Lehren für die Zukunft zu ziehen. Zu der Veranstaltung am Montag hatte die Kommission junge Leute zwischen zwölf und 25 Jahren eingeladen. Sie fand unter Ausschluss von Medien und Öffentlichkeit statt, um eine offene Gesprächsatmosphäre zu ermöglichen.
Klöckner sagte am Rande der Veranstaltung, dass viele Kinder und Jugendliche die Pandemie als "Ausnahmesituation" erlebt hätten. Schulen und Spielplätze seien geschlossen worden, junge Leute seien sozial isoliert gewesen. "Neugier und auch Erleben wurden gebremst", sagte sie. "Es war am Ende unnatürlich, Entwicklungen wurden beeinträchtigt." Viele Kinder und Jugendliche hätten die Lockdown-Zeit "als Enge erlebt, als Verlust von Freiheit, als Gefühl, außen vor zu sein".
D.Schlegel--VB