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Bundestagsabgeordneter Pantisano kandidiert für Linken-Vorsitz
Der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano will Linken-Parteichef werden und kandidiert beim Parteitag Ende Juni für den Vorsitz. "Ich gehe diesen Schritt in großer Demut", schrieb er am Donnerstag auf seiner Website. Er will damit auf Linken-Parteichef Jan van Aken folgen, der am Mittwoch erklärt hatte, aus gesundheitlichen Gründen nicht noch einmal anzutreten. Pantisano könnte den Vorsitz dann gemeinsam mit Ines Schwerdtner führen, die bereits erklärt hatte, nochmal antreten zu wollen.
Der 46-jährige Pantisano stammt aus Waiblingen nahe Stuttgart und sitzt seit dem vergangenen Jahr im Bundestag. Er ist dort auch Fraktionsvize. Der verheiratete Vater zweier Kinder hat italienische Eltern, die in seinem Geburtsjahr nach Deutschland kamen, "um ihren vier Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen", wie Pantisano schreibt.
Zu seinem Hauptaugenmerk zählt Pantisano den Einsatz für eine vielfältige und inklusive Gesellschaft. Nun will er nach eigenen Worten an den Erfolg der Linkspartei im vergangenen Jahr anknüpfen. Die Linke habe sich mit van Aken und Schwerdtner "erneuert und stabilisiert", erklärte er. "Die Linke war das Comeback des Jahres bei der Bundestagswahl." Er wolle nun daran anknüpfen und sich gegen rechts stellen sowie dafür kämpfen, "das Leben der arbeitenden Menschen wieder bezahlbar" zu machen.
"Die Linke ist jünger, westlicher und feministischer, aber auch migrantischer geworden und ich finde, ich passe da gut rein als Kandidat", sagte Pantisano der ARD. Schwerdtner ergänzte, Pantisano kenne die Partei "seit Jahren in und auswendig und er weiß aber auch, wie man die Menschen erreicht". Beide hätten in der Vergangenheit bereits sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet, weshalb sie sich eine Doppelspitze mit ihm gut vorstellen könne.
Van Aken hatte am Mittwoch erklärt, aus gesundheitlichen Gründen sein Amt im Juni niederzulegen. Sein Mandat im Bundestag werde er bis zum Ende der Legislaturperiode ausüben "und weiterhin der Partei zur Verfügung stehen, im Rahmen des dann Möglichen".
D.Schaer--VB