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Hormus-Blockade: Paris und London planen internationale Mission
Vor dem Hintergrund der angekündigten Teil-Blockade der Straße von Hormus durch die US-Armee wollen Frankreich und Großbritannien den Aufbau einer internationalen Mission zur Absicherung der Meerenge vorantreiben. In den kommenden Tagen solle dazu eine internationale Konferenz in Paris stattfinden, kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag im Onlinedienst X an. "Diese strikt defensive und von den Konfliktparteien getrennte Mission soll eingesetzt werden, sobald es die Lage zulässt", betonte Macron.
Der britische Premierminister Keir Starmer betonte seinerseits, dass Großbritannien die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Teil-Blockade nicht unterstütze. Großbritannien wolle sich nicht "in den Krieg ziehen lassen", sagte er dem Sender BBC.
Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen. "Frankreich ist bereit, seinen Beitrag dazu zu leisten", sagte Macron. Es dürfe kein Aufwand gescheut werden, um "so schnell wie möglich auf diplomatischem Wege zu einer dauerhaften Lösung des Konflikts im Nahen Osten zu gelangen".
Die US-Armee will nach eigenen Angaben von Montagnachmittag an allen Schiffen die Passage untersagen, "die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder von dort auslaufen", erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom. Schiffe, die keine iranischen Häfen ansteuerten, seien nicht davon betroffen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in seinem Onlinedienst Truth Social erklärt, die US-Streitkräfte würden "mit sofortiger Wirkung damit beginnen, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen".
Trump reagierte damit auf das Scheitern der Verhandlungen mit Teheran in Pakistan. Als Grund dafür nannte er Teherans Weigerung, beim Atomprogramm Zugeständnisse zu machen.
Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Seit einigen Tagen gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Erste direkte Verhandlungen hatten am Samstag in Islamabad stattgefunden.
Seit Beginn des Iran-Krieges ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Nur iranische oder vom Iran genehmigte Schiffe durften die Meerenge passieren. Sie mussten dafür teilweise Gebühren zahlen. Die Blockade der Meerenge hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben.
C.Kreuzer--VB