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Korruption bei Fischereischeinen: Bewährungsstrafen in Hamburg
In einem Prozess um Korruption in einem Bezirksamt hat ein Hamburger Amtsgericht eine Sachbearbeiterin und deren Lebensgefährten zu jeweils eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach sie nach Angaben eines Sprechers vom Montag wegen Bestechung beziehungsweise Bestechlichkeit in elf Fällen schuldig. Laut Anklage hatte die Frau elf Fischereischeine ohne den Nachweis einer Angelprüfung ausgestellt, ihr Lebensgefährte übernahm die Abwicklung mit den jeweiligen Auftraggebern.
Für einen Fischereischein kassierte die 28-jährige Angeklagte und ihr 31-jähriger Partner demnach 100 und 200 Euro, die Taten ereigneten sich laut Staatsanwaltschaft 2019 und 2020. Ein dritter Angeklagter im Alter von 44 Jahren, der den Lebensgefährtin der Sachbearbeiterin bei der Abwicklung von fünf Taten unterstützte, wurde in dem Verfahren wegen fünffacher Bestechung zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt.
Nach Gerichtsangaben fiel das Urteil am Freitag und ist bereits rechtskräftig. Auf Rechtsmittel wurde demnach verzichtet. Parallel ordnete das Gericht an, bei den beiden Hauptangeklagten 1560 Euro einzuziehen. Das entspricht der Höhe der Einnahmen aus ihren Taten.
P.Keller--VB